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Studie: Wie informieren sich die Deutschen zu Gesundheitsthemen?

Archivmeldung vom 21.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: sigrid rossmann / pixelio.de
Bild: sigrid rossmann / pixelio.de

Wer sucht für wen nach Gesundheitsinformationen, wo wird gesucht und welche Geschlechterunterschiede gibt es bei der Suche? Wie es um das Gesundheitsinformationsverhalten der Deutschen bestellt ist, zeigen erste Ergebnisse von HINTS Germany, einer Studie der Stiftung Gesundheitswissen in Zusammenarbeit mit dem Hanover Center for Health Communication, die jetzt in der ersten Ausgabe des trendmonitors veröffentlicht wurden.

Immer mehr Menschen informieren sich im Internet zu Gesundheitsthemen und auch das Rollenverständnis im Gesundheitswesen ändert sich. Dies erfordert ein höheres Maß an Patientensouveränität, fundiertes Wissen über Gesundheitsfragen und die Fähigkeit und Bereitschaft, sich zu informieren. Die aktuelle Studie HINTS Germany hat deshalb in der ersten Erhebungswelle untersucht, wie es tatsächlich um das Gesundheitsinformationsverhalten der Deutschen bestellt ist. Für die repräsentative Studie wurden deutschlandweit 2.902 Personen befragt.

Fast ein Drittel der Männer hat noch nie gezielt nach Gesundheitsthemen gesucht

Fast drei Viertel der Befragten (74 %) haben sich schon einmal gezielt über gesundheitliche oder medizinische Themen informiert. Dabei liegt der Anteil unter den Frauen mit 80,6 % deutlich höher als bei den Männern (67,4 %), von denen fast jeder Dritte (32,6 %) angab, sich noch nie gezielt über gesundheitliche oder medizinische Themen informiert zu haben.

Frauen sind die Gesundheitsmanagerinnen der Familie

Insgesamt 36 % der Informationssuchenden gaben an, auch oder nur für eine andere Person nach Gesundheitsinformationen gesucht zu haben. Männer suchten dabei häufiger nur für sich selbst nach gesundheitsbezogenen Informationen, während Frauen durchaus auch für Dritte suchen. "Wer Gesundheitsinformationen erstellt und für bestimmte Bevölkerungsgruppen aufbereitet, sollte im Hinterkopf haben, dass die Informationen oft auf Umwegen - also über Dritte - zur eigentlichen Zielperson gelangen," erläutert Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheitswissen.

Informationen aus dem Internet haben ein Vertrauensproblem

31,3 % der Befragten informierten sich zuerst im Internet. Trotzdem bleiben die Ärzte Informationsquelle Nummer eins. Denn nahezu die Hälfte der Befragten (48,0 %) wandte sich an Ärzt*innen oder anderes medizinisches Fachpersonal bei ihrer letzten Suche nach Gesundheitsinformationen. "Die Gesundheitsinformationssuche ist auch eine Frage des Vertrauens," erklärt Prof. Dr. Eva Baumann vom Hanover Center for Health Communication an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. "Ärzte und Ärztinnen stellen mit Abstand die wichtigste Vertrauensinstanz für die Bevölkerung in Deutschland dar. Das Internet hingegen hat ein Vertrauensproblem. Es wird zwar stark als Informationsquelle genutzt, aber nicht mal ein Achtel der Bevölkerung schenkt Gesundheitsinformationen aus dem Internet hohes Vertrauen," so Baumann.

Quelle: Stiftung Gesundheitswissen (ots)


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