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Ärzte warnen vor sonderbarer Krankheit: Zerbröselnde „Kreidezähne”

Archivmeldung vom 26.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Zahnarzt (Symbolbild)
Zahnarzt (Symbolbild)

In Deutschland nimmt die Verbreitung einer neueren Zahnkrankrankheit immer weiter zu. Wie das Portal „merkur.de“ berichtet, können Zahnärzte die genaue Ursache von „Kreidezähnen“ immer noch nicht bestimmen.

Die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik" berichtet weiter: "Der Meldung zufolge warnen immer mehr Zahnärzte vor sogenannten „Kreidezähnen“ bei Kindern. Dabei zerbröseln die Zähne nach und nach, verfärben sich weiß-gelblich bis gelb-braun und reagieren extrem empfindlich auf Hitze, Kälte oder chemische Reize.

Die Zahnoberfläche wird zudem rau und zerfurcht. Auch für Karies sind die „Kreidezähne” deutlich anfälliger.

Wie die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde dem Portal erklärte, liegt die Ursache in einer Störung der Mineralisation des Zahnschmelzes. Diese könnte etwa wegen Problemen während der Schwangerschaft, Infektionskrankheiten, Antibiotikagaben, Windpocken, Einflüssen durch Dioxine sowie Erkrankungen der oberen Luftwege provoziert werden.

Die genaue Ursache gelte jedoch weiterhin als ungeklärt, schreiben Arztverbände.

Laut dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, Norbert Krämer, leiden durchschnittlich etwa zehn bis 15 Prozent der Kinder an dieser Krankheit. Neuere Studien würden gar von bis zu 30 Prozent der unter Zwölfjährigen ausgehen.

Kreidezähne sollten daher als neue Volkskrankheit bezeichnet werden, so Krämer.

Die Krankheit, die im Fachjargon als Molare-Inzisive-Hypomineralisation (MIH) bezeichnet wird, sei dabei erstmals im Jahr 1987 beschrieben worden. Derzeit steige die Verbreitung der Krankheit immer weiter an. So seien erste Zahnschäden sogar schon bei Ungeborenen im achten Schwangerschaftsmonat registriert worden."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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