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Weniger Bier und Wein: Landwirte leiden unter Absatzeinbruch in Corona-Zeiten

Archivmeldung vom 28.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Alkohol trinken: Häufigkeit wichtiger als Menge (Foto: pixabay.com, geralt)
Alkohol trinken: Häufigkeit wichtiger als Menge (Foto: pixabay.com, geralt)

Die Absage von Großveranstaltungen infolge der Corona-Pandemie hat auch finanzielle Auswirkungen für Landwirte. Bauernverbands-Präsident Joachim Rukwied sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", zwar sei der Wein- und Bierabsatz in den Supermärkten gestiegen. "Aber es gab keine Weinfeste, keine Schützenfeste, keine Fußballspiele: Hier wird normalerweise überall auch Alkohol ausgeschenkt."

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen waren Großveranstaltungen zuletzt weitgehend verboten. Rukwied sagte: "Das bekommen die Rohstoffproduzenten - also die Landwirte - dann zu spüren. Das tut richtig weh." Die mangelnde Nachfrage sorge für regelrechte Absatzeinbrüche beispielsweise bei Braugerste. "Der aktuelle Preis liegt nur noch bei 165 Euro pro Tonne. Im Juli 2019 waren es 185 Euro." Ähnliche Entwicklungen gebe es bei Wein.

Zuvor hatten Landwirte schon Probleme, Abnehmer für Kartoffeln zu finden. Aufgrund geschlossener Gastronomie-Betriebe war der Pommesabsatz eingebrochen. Rukwied: "In Nordwesteuropa gibt es so schätzungsweise einen Überhang von rund zwei Millionen Tonnen Kartoffeln. Da mussten die Bauern dann überlegen wohin mit den Kartoffeln." Viele seien in Biogasanlagen verwertet worden. "Das sind erhebliche Verluste für die Betriebe. Corona hat zu herben Verlusten bei einigen Produkten geführt", resümierte der Verbandspräsident. Insgesamt erwarteten die Landwirte dieses Jahr "eine unterdurchschnittliche Ernte". Frost und Trockenheit im Frühjahr hätten Spuren hinterlassen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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