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Mehrheit will Obergrenzen in Lebensmitteln für Kinder

Archivmeldung vom 23.01.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.01.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Soft Drinks: Zuckerbomben statt Tabak für Kinder.
Soft Drinks: Zuckerbomben statt Tabak für Kinder.

Bild: rawpixel, pixabay.com

Immer mehr Deutsche legen Wert auf gesündere Ernährung - insbesondere für ihren Nachwuchs. So wünschen sich 83 Prozent der Bürger Obergrenzen für Zucker, Fett und Salz bei Lebensmitteln, die speziell für Kinder gedacht sind. Nur 15 Prozent sprechen sich dagegen aus, zwei Prozent zeigen sich unentschieden.

Dies hat eine Befragung von KantarEmnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) ergeben, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Verbraucherschützer fordern die Bundesregierung zu einer strengeren gesetzlichen Regelung für Kinder-Lebensmittel auf, die sich an den Richtwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) orientieren sollen. "Wenn Produkte nicht den Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation entsprechen, dürfen sich Werbung und Aufmachung nicht speziell an Kinder richten", sagte der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband, Klaus Müller.

Laut WHO sollten beispielsweise Frühstückscerealien für Kinder maximal 15 Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten. Doch die Realität im Supermarkt sieht oft anders aus. Vielfach sind gerade Kinderprodukte besonders stark gezuckert. So enthalten Frühstücksflocken für Kinder oft doppelt so viel Zucker wie die gleichen Produkte für Erwachsene, wie eine Studie des Max-Rubner-Instituts ergab. Der durchschnittliche Zuckergehalt in Cerealien lag demnach für Kinder bei 29,2 Gramm je 100 Gramm. "Sind Lebensmittel zu süß, zu fettig, zu salzig, kann das Fehlernährung und Folgeerkrankungen den Weg ebnen", warnte Müller.

"Davor müssen Kinder besser geschützt werden." Schon heute seien rund 15 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen übergewichtig. Auch die Initiative von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU), Zuckerzusätze in Tees zu verbieten, greife zu kurz, kritisierte Müller: "Zucker in Babytees zu verbieten, ist zwar löblich. Aber dies umfasst nur ein winziges Marktsegment. Notwendig sind Vorgaben für alle Produkte, die in ihrer Aufmachung Kinder ansprechen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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