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Flexitarier nehmen schneller ab und leben gesünder

Archivmeldung vom 04.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Sarah Grazioli / pixelio.de
Bild: Sarah Grazioli / pixelio.de

Da gibt es zwei Seelen in einer Brust. Zum einen verführerisch schmeckende Steaks vom Grill, und auf der anderen Seite unfassbar grausige Bilder von misshandelten Tieren, Gammelfleisch und anderen Fleischskandalen. Immer mehr Menschen ziehen daraus ihre Konsequenzen, weiß Max Zimmermann.

Flexitarier werden die Menschen genannt, die bewusst weniger Fleisch konsumieren, und immer mehr Deutsche folgen diesem Trend. Es gibt auch ganz klare Vorteile, wenn man weniger Fleisch isst, sagt Chefredakteur Dr. Andreas Baum vom Apothekenmagazin Diabetes Ratgeber: "Auf den Punkt gebracht kann man sagen: Vegetarier leben länger, und sie leben gesünder. Dafür gibt es wahrscheinlich eine ganze Reihe von Gründen, zum Beispiel dass fleischlose Kost in der Regel fettärmer und kalorienärmer ist. Das ist natürlich auch günstig für die Blutdruck-, für die Cholesterin-, für die Blutzuckerwerte. Und man weiß ja zum Beispiel auch, dass gerade rotes Fleisch das Risiko für verschiedene Krankheiten erhöht, also vom Darmkrebs über Typ-2-Diabetes bis zum Herzinfarkt."

Den meisten fällt es schwer von jetzt auf gleich, ganz auf Fleisch zu verzichten. Wie gelingt es, wenigstens zwei bis drei Tage in der Woche vegetarisch zu essen?

Dr. Andreas Baum: Zum einen muss man sagen, auch mit Eiern, Fisch und Gemüse lassen sich ganz leckere Gerichte kochen und braten. Aber vielleicht macht man sich erstmal klar, dass das kein Verzicht ist, sondern ein Gewinn, vor allem für die Gesundheit und damit auch für die Lebensqualität. Und dass man das auch als Einladung sieht, in der Küche zu experimentieren, dass man neue Zutaten, neue Geschmackserlebnisse kennenlernt.

Ein bequemer Einstieg sind Fertigprodukte, wie beispielsweise Tofu-Bratwürste oder -Frikadellen. Welche Alternativen gibt es noch außer Tofu?

Dr. Andreas Baum: Da gibt es eine ganze Menge Möglichkeiten, zum Beispiel Sojagranulat. Das sind geschrotete Sojabohnen, die eingeweicht und wie Hackfleisch verwendet werden. Oder Seitan, das ist ein Produkt aus Weizeneiweiß, mit fleischähnlicher Konsistenz. Die Liste ließ sich noch viel länger fortführen.

Diese Produkte haben ja nicht so viel Eigengeschmack. Wie kann man sie aufpeppen?

Dr. Andreas Baum: Durch das Braten entstehen Röststoffe, genau wie bei der Zubereitung von Fleisch und verleihen dem dann eben zusätzlichen Geschmack. Auch Gewürze und Marinaden spielen dann natürlich eine große Rolle.

Switcht man also vom Fleischesser zum Flexitarier, nimmt man leichter ab, fühlt sich wohler und tut etwas für seine Gesundheit, berichtet der Diabetes Ratgeber.

Quelle: Wort und Bild - Diabetes Ratgeber (ots)

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