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Passwort-Recycling: Botnetz straft User-Leichtsinn

Archivmeldung vom 25.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Passwort: Botnetze nutzen Wiederverwendung. Bild: fotodienst.at
Passwort: Botnetze nutzen Wiederverwendung. Bild: fotodienst.at

Wenn User das gleiche Passwort bei verschiedenen Web-Angeboten nutzen, kann sich das bitter rächen. Denn mittlerweile gibt es Botnetze, die sich genau diesen Leichtsinn zunutze machen. Das geht aus dem "Cybercrime Report Q1 2016" der Firma ThreatMetrix hervor. Diese testen, ob geklaute Login-Daten wirklich funktionieren - und falls ja, ob der jeweilige Nutzer leichtsinnig genug war, das gleiche Passwort beispielsweise auch fürs Online-Banking zu verwenden.

Viele User nutzen aus Bequemlichkeit das gleiche Passwort für verschiedene Online-Angebote. Einer Erhebung aus dem Vorjahr zufolge sind fast drei Viertel aller Nutzer derart leichtsinnig. Eben das nutzen mittlerweile Botnetze aus, die deutlich mehr können als nur Spam verschicken und mittels Distributed Denial of Service einzelne Webseiten zeitweilig lahmlegen. Denn ThreatMatrix zufolge testen Betrüger so schrittweise, was genau sie mit gestohlenen Login-Daten wirklich anstellen können.

Zunächst einmal probieren solche Botnetze, welche der tausenden von anderen Cyber-Kriminellen zugekauften Login-Datensätze funktionieren. Das geschieht besonders auf großen Seiten wie Spotify oder Netflix. Danach "nehmen die Betrüger die kuratierte Liste bekannter Kombinationen von Passwort und Login und starten auf anderen Seiten Angriffe mit geringerer Frequenz". Dazu zählen beispielsweise E-Commerce- und Banking-Seiten - Angebote also, auf denen ein erfolgreiches Einloggen relativ oft wertvolle Daten oder direkten Profit einbringt.

Unauffällige Versuche

Die relativ wenigen Zugriffe innerhalb eines längeren Zeitraums auf E-Commerce-Seiten sind für diese nur schwer von normalem Nutzerverhalten zu unterscheiden. Somit ist das betrügerische Vorgehen kaum als solches zu erkennen. Da wundert es nicht, dass sich der Ansatz bei Cyber-Kriminellen offenbar schon großer Beliebtheit erfreut. ThreatMatrix zufolge wurden allein im ersten Quartal dieses Jahres 264 Mio. entsprechende Angriffe auf E-Commerce-Seiten beobachtet.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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