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Vernetzte Bot-Attacken nehmen zu, während die Zahl der von Menschen initiierten Angriffe sinkt

Archivmeldung vom 14.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bot-Netzwerk (Zombie-Netzwerk) (Symbolbild)
Bot-Netzwerk (Zombie-Netzwerk) (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /SB

LexisNexis® Risk Solutions hat heute die Ergebnisse des neuesten Cybercrime Report veröffentlicht, die sich auf das erste Halbjahr 2021 beziehen. Die Ausgabe des halbjährlich erscheinenden Berichts zeigt, dass das Volumen der Bot-Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um 41% gestiegen ist, xwährend die von Menschen initiierten Angriffe um 29% zurückgegangen sind.

Der Bericht bestätigt frühere Trendmuster, die zeigen, dass der Finanzdienstleistungssektor und Medienunternehmen am stärksten von der Zunahme der automatisierten Bot-Netzwerk-Angriffe betroffen sind.

Der Cybercrime Report ist eine Analyse von Transaktionsdaten des LexisNexis® Digital Identity Network®. Im Berichtszeitraum von sechs Monaten wurden 28,7 Milliarden Transaktionen analysiert. Dies entspricht einem Anstieg von 28% gegenüber dem Vorjahr, der auf die Zunahme der Transaktionsvolumen von Bestandskunden und auf einen größeren Kundenstamm innerhalb des Digital Identity Network® zurückzuführen ist. Die zunehmende Umstellung auf digitale Zahlungen, die in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften während der Pandemie zu beobachten war, scheint eine dauerhafte Veränderung zu sein, während die beschleunigte digitale Transformation in den aufstrebenden Volkswirtschaften und Branchen das Transaktionswachstum weiter vorantreibt und auch die Aufmerksamkeit von Betrügern auf sich zieht.

In der ersten Hälfte des Jahres 2021 wurden geografische Verschiebungen im Angriffsvolumen bei Transaktionen innerhalb des Digital Identity Network beobachtet. Auf der Grundlage von IP-Adressen gehört Mexiko zusammen mit Brasilien zu den Top Ten der größten Urheber von Bot-Angriffen nach Volumen, was Lateinamerika (LATAM) zu einem Hotspot für automatisierte und von Menschen initiierte Angriffe macht. Die Angriffsraten aus Nordamerika und Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) waren in der Vergangenheit ähnlich und niedriger als in den anderen Regionen. Seit März 2021 verzeichnete Nordamerika jedoch höhere tägliche Angriffsraten, die nun die der EMEA-Region übertreffen. Dies deutet auf eine nachhaltige Veränderung im Verhalten der Cyberkriminellen in den USA und Kanada hin, die möglicherweise mit einem früheren Übergang zu einer Post-Pandemie-Welt zusammenhängt.

Die wichtigsten Ergebnisse des LexisNexis® Risk Solutions Cybercrime Report, Januar bis Juni 2021:

  • Bot-Angriffe nehmen weltweit zu - Alle Regionen haben zwischen Januar und Juni 2021 einen Anstieg des Bot-Volumens im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnet. Dies war am deutlichsten in den Regionen Asien-Pazifik (APAC) und Lateinamerika (LATAM), während die EMEA-Region das geringste Wachstum verzeichnete.
  • Brancheninnovationen haben das Risikoprofil verändert - Der Markt für Online-Zahlungen breitet sich weiter aus und diversifiziert sich. Buy Now Pay Later (BNPL)-Dienste und digitale Wallets werden zu einer immer beliebteren Zahlungsmethode. Die BNPL-Transaktionen sind im Vergleich zum Vorjahr um 182% gestiegen. Es wird erwartet, dass sich dieses Wachstum fortsetzen wird, da es auf die steigende Zahl von Verbrauchern reagiert, die immer mehr Online-Transaktionen tätigen. Allerdings entstehen dadurch auch neue Angriffspunkte für Cyberkriminelle.
  • Finanzdienstleister haben neue Methoden zum Aufspüren von Finanzagenten eingesetzt - Fortschritte bei den Zahlungsempfängerinformationen innerhalb des Digital Identity Network machen es für Banken und andere Zahlungsdienstleister weniger kompliziert, Zahlungstransfers zu verfolgen, die in Finanzagentenaktivitäten verwickelt sind. Dazu gehören auch Fälle, in denen der Zahlungsempfänger versucht, seine Spuren zu verwischen, indem er die ursprüngliche Zahlung aufteilt und über andere Stellen im Zahlungsnetzwerk weiterleitet.

"Der heutige Bericht bestätigt nicht nur, dass Cyberkriminelle auf automatisierte Prozesse angewiesen sind, sondern zeigt auch, dass die Betrüger immer ausgefeiltere und weitreichendere Netzwerke aufbauen, um Betrug zu begehen", sagte Stephen Topliss, Vice President of Fraud and Identity bei LexisNexis Risk Solutions. "Die explosionsartigen Zuwachsraten bei Transaktionen und Nutzern in Branchen wie virtuellen Banken und Buy Now Pay Later bringen wahrscheinlich neue Risiken für diese neueren Unternehmen mit sich, da sie die Aufmerksamkeit von Betrügern auf sich ziehen. Die digitalen Unternehmen, die überleben und gedeihen, werden diejenigen sein, die mehrschichtige Lösungen zur Verhinderung von Cyberkriminalität einsetzen, während sie wachsen."

Quelle: LexisNexis Risk Solutions (ots)

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