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Zeitung: Computer des Bundestages angeblich bald ungeschützt

Archivmeldung vom 17.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Windows XP-Desktop (Service Pack 3) Bild: ernard Ladenthin - wikipedia.org
Windows XP-Desktop (Service Pack 3) Bild: ernard Ladenthin - wikipedia.org

Nach Auslaufen der Versorgung mit Sicherheits-Updates für das Windows-Betriebssysem XP sind ab 8. April Tausende Personal Computer der Bundestagsverwaltung nicht mehr gegen Cyber-Attacken geschützt. Das betrifft auch zahlreiche Computer von Abgeordneten. "Es geht um derzeit knapp 5.400 Rechner", bestätigte die Bundestagsverwaltung auf Anfrage der "Welt". Weitere Auskünfte wollte die Bundestagsverwaltung dazu nicht geben.

"Der Deutsche Bundestag gibt grundsätzlich keine konkreten Auskünfte zu IT-Sicherheitsmaßnahmen", hieß es. Es gilt allerdings als höchst unwahrscheinlich, dass im verbleibenden Zeitraum Tausende Rechner mit aktuelleren Betriebssystemversionen ausgerüstet werden können, zumal dies in der Regel auch Neubeschaffung leistungsfähigerer Hardware erfordert.

Wie Microsoft zuletzt im Oktober 2013 angekündigt hatte, soll das über 13 Jahre alte Betriebssystem Windows XP ab dem 8. April nicht mehr mit sogenannten Sicherheitspatches versorgt werden. Das für die Sicherheit der deutschen Behördennetze zuständige Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte in diesem Zusammenhang bereits die deutschen Banken gewarnt, deren Geldautomaten zu über 90 Prozent noch mit Varianten von Windows XP ausgestattet sind. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass Angreifer derzeit für Windows XP verfügbare Angriffsprogramme bis zum Stichtag im April zurückhalten würden, hieß es in einer Mitteilung des Bundesinnenministeriums unter Berufung auf eine Expertise des BSI. Damit könnten sie Windows-XP-Installationen "erfolgreich und dauerhaft angreifen", weil entsprechende Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen würden. So seien mit XP betriebene "anschließend massiv gefährdet", hatte das Bundesinnenministerium erklärt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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