Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten IT/Computer Ex-Bahnchef Grube sieht Zukunft digitaler Technik in China

Ex-Bahnchef Grube sieht Zukunft digitaler Technik in China

Archivmeldung vom 10.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Digital
Digital

Bild: Illustration Marcus Stark / pixelio.de

Ex-Bahnchef Rüdiger Grube rät zu einer intensiveren Beobachtung der Entwicklung digitaler Technologien in China. "Sie müssen in die Science City von Guangzhou fahren, wenn Sie die Zukunft sehen wollen, nicht nur ins Silicon Valley", sagte Grube der "Welt am Sonntag". "300.000 Softwareentwickler und Ingenieure arbeiten dort am Pearl River an Robotern, die in der Lage sind zu lernen", so der frühere Top-Manager.

Der 66-Jährige reist inzwischen regelmäßig nach China, unter anderem weil seine Frau Cornelia Poletto in Shanghai ein Sternerestaurant eröffnet. Dort sammele er auch neue Erfahrungen über modernes Management, berichtete er "Welt am Sonntag": "Das ist echt eine spannende Zeit. Bislang hieß es in der Wirtschaft immer: groß, größer, noch viel größer. Aber eine Chance zu überleben hat inzwischen eher der, der wendig und agil ist", sagte Grube. Der Manager ist heute unter anderem tätig als Aufsichtsratschef des Logistikkonzerns HHLA und Vorsitzender des Beirats der Schockemöhle Logistics Gruppe. Außerdem unterrichtet er an der TU Hamburg. Grube war vor gut einem Jahr überraschend von seinem Posten als Vorstandschef der Deutschen Bahn AG zurückgetreten.

Hintergrund war ein Streit über seine Vertragsverlängerung sowie Unstimmigkeiten über die strategische Ausrichtung des Konzerns. Aus der Politik, unter anderem vonseiten des Verkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU), war zunehmend die Forderung laut geworden, anstelle der Rendite eher die Pünktlichkeit und den Service der Bahn zu verbessern. In einer Aufsichtsratssitzung am 30. Januar 2017 wurde dann beschlossen, den Vertrag mit Grube um zwei anstatt wie früher vereinbart um drei Jahre zu verlängern. Grube kündigte daraufhin fristlos.

"Ich würde wieder so reagieren wie damals", sagte Grube "Welt am Sonntag". "Man muss seinen Weg gehen. Einen gradlinigen Weg." Die Zeitung zitiert zudem einen Wegbegleiter des Managers, der beobachtet habe, wie bei Grube die Enttäuschung über die aus dessen Sicht beschränkten Wandlungsmöglichkeiten bei der Bahn gewachsen sei: "So ein, zwei Jahre vor seinem Abgang bei der Bahn hatte er aufgehört, für den Job dort zu brennen", heißt es in dem Bericht. "Rüdiger ist unglaublich diszipliniert. Aber er bleibt nicht gern bei einem Thema und lange hartnäckig dabei."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige:
Videos
Bild: Harmony United Ltd
Das Harmony Kopfhörer-Set
Bild: Timo Klostermeier / pixelio.de
Was der Öffentlichkeit über Kohlendioxid (CO₂) verschwiegen wird
Termine
LUBKI Basiskurs „Der Junge Krieger“
01277 Dresden
22.11.2019
LUBKI Kurs „Zulassung“
01277 Dresden
23.11.2019 - 24.11.2019
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige