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Chinesen planen Lieferdrohne für eine Tonne Waren

Archivmeldung vom 24.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Luftfracht: Auch Nahrungsmittel aus der Provinz sollen abheben. Bild: JD.com
Luftfracht: Auch Nahrungsmittel aus der Provinz sollen abheben. Bild: JD.com

JD.com, einer der größten Online-Händler Chinas, plant in Übereinkunft mit der Provinzverwaltung ein großflächiges Lieferdrohnen-Netzwerk für die Provinz Shaanxi. Dabei sollen Drohnen zum Einsatz kommen, die dem Unternehmen zufolge mehr als eine Tonne an Waren transportieren können. Die Fluggeräte sollen hochwertige Güter auch in entlegene Gebiete und im Gegenzug Nahrungsmittel in die Großstädte bringen. Geht es nach JD.com, wird Shaanxi nur den Anfang machen.

Das für Shaanxi geplante Zustell-Netzwerk soll Drohnen-Stützpunkte in der ganzen Provinz umfassen und so in einem Radius von 300 Kilometern Routen abdecken können. Die geplanten Ein-Tonnen-Drohnen wären im Vergleich zu Amazons Zustelldrohen regelrechte Schwertransporter. "JD.com werden weltweit die Ersten sein, die Drohnenzustellung in diesem Maßstab testen. Uns schwebt ein Netzwerk vor, das Güter effizient zwischen Städten und in Zukunft auch zwischen Provinzen transportieren kann", sagt Wang Zhenhui, CEO des vom Konzern neu geschaffenen Logistik-Arms JD Logistics.

Um die Entwicklung von Drohnen voranzutreiben, ist JD.com auch eine Partnerschaft mit der Xi'an National Civil Aerospace Industrial Base (XCAIB) eingegangen. So soll ein Forschungs- und Entwicklungscampus entstehen, der neben einem globalen Headquarter für JD Logistics auch Platz für JDs Big-Data- und Cloud-Computing-Geschäfte bietet. Die XCAIB wird demnach unter anderem 1.500 Quadratmeter Drohnen-Entwicklungsfläche und gut zwölf Hektar Testflug-Gelände stellen.

Wahre Logistik-Revolution

JD.com hat nach eigenen Angaben über 65.000 Mitarbeiter allein im Zustellbereich und könne damit 600 Mio. Chinesen Lieferungen am gleichen oder nächsten Tag bieten. Das geplante Drohnen-Netzwerk würde die logistischen Möglichkeiten, nicht nur des Konzerns, revolutionieren. Denn Wang zufolge soll es auch anderen Versendern zur Verfügung stehen - inklusive solchen, die nicht über JD.com handeln. Dazu, wann genau das Netz der Ein-Tonnen-Drohnen Realität werden soll, hat das Unternehmen allerdings noch keine Angaben gemacht.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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