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AdWords: Zockt Google Werbetreibende ab?

Archivmeldung vom 24.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
YouTube: Im Feuer der Kritik. Bild: flickr.com/Maurits Knook
YouTube: Im Feuer der Kritik. Bild: flickr.com/Maurits Knook

Forscher unterstellen dem Suchmaschinenriesen, auf YouTube Werbekosten für Klicks zu verrechnen, die von Bots stammen anstatt von echten Menschen. Zwar filtert YouTube die falschen Klicks für den eigenen Zähler heraus - das Werbetool AdWords, mit dem die Anzeigen geschaltet werden, bittet die Werber aber trotzdem zur Kasse.

Das europäische Forscherteam - vom NEC Labs Europe, der Charles III Universität Madrid, dem IMDEA Networks Institute und der Polytechnischen Universität Turin - schalteten dazu Videos auf YouTube und kauften über AdWords Anzeigen zu den entsprechenden Suchwörtern. Außerdem programmierten sie Bots, die die Videos automatisiert abspielten.

Die Bots sahen sich zwei der Videos 150 Mal an - der öffentlich einsehbare Zähler auf YouTube registrierte aber nur 25 Views, erkannte die Bots also. Google AdWords verrechnete den Forschern jedoch 91 Views.

"In der Praxis heißt das, dass als falsch identifizierte Views, die vom öffentlichen Zähler abgezogen werden, immer noch in Geld verwandelt werden. Wir spekulieren, dass, obwohl YouTube viel Mühe hineingesteckt hat, Nutzer zu kompensieren nachdem eine Attacke entdeckt wird, die Last des Risikos immer noch bei den Werbetreibenden liegt, die bezahlen um ihre Werbung anzeigen zu lassen."

Google verteidigt sich

Google hat bereits mit einem Statement auf den Vorwurf reagiert. "Wir nehmen ungültigen Traffic sehr ernst und haben viel in die Technologie und ein Team investiert, um diesen aus unseren Systemen herauszuhalten. Die große Mehrheit des ungültigen Traffics wird von unseren Systemen gefiltert, bevor Werbetreibende je dafür bezahlen müssen", heißt es vom Unternehmen.

Quelle: www.pressetext.com/Marie-Thérèse Fleischer

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