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Umfrage: Laptops und Smartphones zunehmend wichtiger als der Besitz eines Autos

Archivmeldung vom 05.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Doris Oppertshäuser
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Das Auto als Statussymbol hat in Deutschland offenbar ausgedient. Gerade für die Generation Y ist es mehrheitlich nur noch ein Werkzeug, um sich bequem von einem Ort zum nächsten zu begeben. Knapp einem Drittel der jungen Erwachsenen sind hochwertige Computer, Laptops oder Smartphones darüber hinaus bereits wichtiger, als ein eigenes Auto zu besitzen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der weltweit tätigen Markenberatung Prophet unter 1.000 Bundesbürgern im Alter zwischen 18 und 34 Jahren.

Danach stimmen 41 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass das Auto in den vergangenen Jahren als Statussymbol verloren habe. Für 55 Prozent dient es lediglich dazu, um von A nach B zu kommen, und bereits ein Drittel sieht carsharing als gute Alternative zum eigenen Auto. Interessant dabei ist, dass Männer und Frauen in ihren Antworten nicht weit auseinander liegen. Zudem gilt der Trend: Je höher die Bildung, desto unwichtiger das eigene Auto. Unter Studenten ist bereits jedem Zweiten hochwertige Technik wichtiger als ein eigenes Kraftfahrzeug.

"Die Zukunft der Automobilindustrie liegt also künftig nicht mehr im Besitz eines Autos, sehr wohl aber in seiner Nutzung", analysiert der Marketing- und Markenexperte Felix Stöckle die Ergebnisse der Umfrage. Stöckle ist Partner im Berliner Büro von Prophet. Die Autoindustrie müsse daher der technologieaffinen Generation Y andere Mobilitätsangebote machen, als noch ihren Eltern oder Großeltern, schlussfolgert der Berater.

Bei der Neuorientierung ihrer Marketing-Strategie sei es für die Autoindustrie erforderlich, den gesamten Verkaufsprozess und das Management der Kundenbeziehungen neu zu erfinden, schlägt Stöckle vor. Das betreffe sowohl die Etablierung neuer Formate wie Brand-Stores, Pop-Up-Stores oder Experience Centers als auch die Verlagerung ihrer Präsentationsflächen.

Raus aus dem Industriegebiet, rein in die Innenstadt, beschreibt Stöckle den Weg zum Kunden: "Ich kann mir vorstellen, das diejenigen, die bei Daimler "Car2Go" oder bei BMW "DriveNow" vorgeschlagen haben, zunächst ausgelacht wurden. Vielleicht aber sind es die Visionäre, die das Überleben dieser Marken sichern."

Quelle: Prophet (ots)

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