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"WireX": Google löscht 300 Apps aus Play Store

Archivmeldung vom 30.08.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.08.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Android: Schädling war im Play Store. Bild: MIKI Yoshihito, flickr.com
Android: Schädling war im Play Store. Bild: MIKI Yoshihito, flickr.com

Google hat rund 300 verseuchte Apps aus dem Android Play Store gelöscht, die Basis für das Botnet "WireX" waren. Dieses hatte mithilfe der kompromittierten Geräte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) durchgeführt. Möglich war dieser Schlag gegen kriminelle Machenschaften dank der Kooperation mehrerer IT-Branchengrößen mit Sicherheitsexperten. Der Fall unterstreicht allerdings auch, dass Googles offizieller Android-Marktplatz nicht so sicher ist, wie es der Konzern gern hätte.

Größe dank Play Store

Das Botnet WireX war Sicherheitsforschern Anfang August erstmals aufgefallen und bis Monatsmitte schnell gewachsen. Zu Spitzenzeiten waren über 100.000 verseuchte Geräte an den damit durchgeführten Attacken beteiligt. Dass das Android-Botnet WireX relativ schnell so groß wurde, hängt wohl damit zusammen, dass der zugehörige Schädling auch in den Play Store gelangt war. "Wir haben rund 300 Apps identifiziert, die mit dem Problem in Verbindungen stehen, sie aus dem Play Store gesperrt und sind dabei, sie von allen betroffenen Geräten zu entfernen", so Google.

Das relativ zügige Vorgehen gegen WireX und die zugehörigen Apps war nur aufgrund einer breiten Zusammenarbeit von Unternehmen möglich. Die beiden großen Content-Delivery-Anbieter Akamai und Cloudflare haben Auffäligkeiten beobachtet und für die Analyse mit Sicherheitsspezialisten wie Flashpoint und RiskIQ zusammengearbeitet. Das hat ergeben, dass die Botnet-Malware eben auch stark über das offizielle Play Store vertrieben wird. Dort waren scheinbar harmlose Apps aus verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise ein Media Player oder eine Klingelton-App, verseucht.

Unsicherheit bei Google

Für Google ist WireX insofern unerfreulich, als dass das Beispiel einmal mehr zeigt, dass der offizielle Android-Marktplatz nicht so gut gegen Malware geschützt ist, wie es der Konzern gern hätte. Zwar nutzt Google unter anderem einen eigenen Antiviren-Scanner namens Bouncer, um Schädlinge aus dem Play Store fernzuhalten. Dennoch scheint Google merklich öfter damit zu kämpfen zu haben, dass doch verseuchte Apps ihren Weg in den offiziellen Android-Marktplatz finden, als das bei Apple und seinem App Store für iOS der Fall ist.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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