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Social Media emotionaler Killer für Kinder

Archivmeldung vom 06.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Verzweiflung: Keine Likes bedeuten "unwichtig sein". Bild: CFalk/pixelio.de
Verzweiflung: Keine Likes bedeuten "unwichtig sein". Bild: CFalk/pixelio.de

Kinder sind im Internet einem signifikanten emotionalen Risiko ausgesetzt und werden durch den dauerhaften Bezug zu Social Media unruhiger. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung von The Children's Commissioner.

Sucht nach Likes

Besonders Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren sorgen sich um ihr Ansehen im Internet. Während Zehnjährige soziale Medien hauptsächlich auf spielerische Art und Weise nutzen, setzt etwa ab dem Erreichen der sechsten Schulklasse eine neue Nutzungsweise ein. Aus der Erhebung geht hervor, dass Kinder oftmals eine Sucht nach "Likes" entwickeln - spezifisch auf den Plattformen Facebook und Instagram.

Eine der größten Sorge der Kinder ist das sogenannte "Sharenting", bei dem Eltern ohne die Erlaubnis des Kindes Schnappschüsse aus dem Privatleben online veröffentlichen. Oftmals fänden sich die jungen Heranwachsenden nicht schön genug auf den Fotos und würden ihre Eltern dazu bewegen, solche Fotos wieder zu löschen. "Während Social Media natürlich einige Vorteile für Kinder bietet, setzt es sie jedoch einem signifikanten emotionalen Risiko aus - ganz besonders ab der siebten Jahrgangsstufe", erläutert Anne Longfield von The Children's Commissioner.

Eltern posten Peinliches

"Es ist eindeutig, dass Firmen nicht genug dafür tun, Kinder unter 13 Jahren an der Nutzung ihrer Plattformen zu stoppen. Nur weil ein Kind in der Grundschule Sicherheitsmaßnahmen gelernt hat, heißt das nicht, dass es auf alle Herausforderungen von Social Media vorbereitet sind. Es muss also eine noch größere Rolle für Schulen spielen, Kinder auf die emotionale Inanspruchnahme von sozialen Netzwerken vorzubereiten", so Longfield abschließend.

Quelle: www.pressetext.com/Sabrina Manzey

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