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Chat-App "Line" will Facebooks Macht schwächen

Archivmeldung vom 10.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Line: Japanische App Line wächst rasant. Bild: Asiaclassified PLUS, flickr.com
Line: Japanische App Line wächst rasant. Bild: Asiaclassified PLUS, flickr.com

Die japanische Chat-App "Line" schickt sich an, zum weltweit größten Online-Service-Anbieter aufzusteigen. Derzeit hat die Anwendung rund 230 Mio. aktive Nutzer pro Monat. Line ist seit zwei Jahren auf dem Markt. Die monatliche Nutzerzahl ist bereits jetzt auf einem Niveau, das der Social-Media-Gigant Facebook erst 2009, fünf Jahre nach seiner Gründung, aufweisen konnte.

Line soll laut Aussage von Akira Morikawa, Chef des Dienstleistungsanbieters NHN, dem die App gehört, in Zukunft sogar größer als Facebook oder Google sein. "Wir wollen Line in eine geläufige Weltsprache verwandeln", sagt Morikawa selbstbewusst. "Unser Ziel ist es, die Nummer eins unter Online-Dienstleistern zu werden", erklärt der Vorstand.

Das Programm war von Anfang an auf die Nutzung mittels mobiler Endgeräte ausgelegt. Bei Facebook und Google war das nicht der Fall. Zeit und Geld für grundlegende Entwicklungsschritte kann sich NHN also sparen. Randi Zuckerberg, die Schwester des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, sagt nach einem Aufenthalt in Tokio: "Alle coolen Kinder nutzen Line." User versenden über Line neben kurzen Nachrichten hauptsächlich Sticker, auch als "Emoticons" bekannt. Laut Line wandern täglich rund eine Mrd. Sticker zwischen den App-Nutzern hin und her.

Konkurrenz zu WhatsApp

In Anbetracht des enormen Nutzerzuwachses hält Frederik Armknecht, Medienforscher an der Universität Mannheim, im Interview mit pressetext fest: "Line ist etwas, was man im Auge behalten könnte. Man könnte nicht sagen, dass Lines Ziele Blödsinn sind, zumindest könnten sie sich als Konkurrent zu Facebook und WhatsApp etablieren." Die App könnte sich, in Anbetracht der überwältigenden Marktpräsenz von Facebook mit 1,15 Mrd. Mitgliedern, zum Ende des zweiten Quartals als Nische etablieren.

Quelle: www.pressetext.com/Michael Krause

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