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KI-Algorithmus rekonstruiert Gesehenes akkurat

Archivmeldung vom 10.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Buchstaben und Zahlen wurden erfolgreich rekonstruiert. Bild: cas.cn
Buchstaben und Zahlen wurden erfolgreich rekonstruiert. Bild: cas.cn

Forscher der Chinese Academy of Sciences haben einen Algorithmus auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt, der anhand der Gehirnaktivität akkurat Buchstaben und Zahlen erkennt, die gesehen werden. Bei diesem Forschungsansatz handelt es sich um einen weiteren Schritt auf dem Weg zur telepathischen Verbindung zwischen Mensch und Roboter. Das hier angewandte Verfahren basiert auf funktioneller Magnetresonanztomografie.

In ihrer Forschungsarbeit haben sich die Wissenschaftler auf den visuellen Cortex, ein Teil des visuellen Systems, fokussiert. Während des Lesens von Buchstaben und Zahlen kommt es im visuellen Cortex zur Bildung von dreidimensionalen Mustern. Diese korrespondieren mit den Symbolen, die durch die Augen gesehen werden. Der KI-Algorithmus entschlüsselt diese dreidimensionalen Muster anschließend und ordnet sie zu.

In der Studie sind Hunderte Gehirn-Scans von Probanden, die handgeschriebene Buchstaben und Zahlen gelesen haben, herangezogen worden. Die Wissenschaftler haben den Algorithmus mit 90 Prozent der Gehirn-Scans sowie den zugehörigen Bildern gefüttert, um diesem das Zuordnen der Hirnsignale zu lehren. Anschließend sollte der Algorithmus anhand der zehn verbliebenen Prozent feststellen, was die Versuchsteilnehmer gesehen haben.

Punktet mit Präzision

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Der Algorthmus, auch als Deep Generative Multiview Model (DGMM) bezeichnet, konnte das Originalbild nachempfinden. "In den Bildern, die durch das DGMM rekonstruiert wurden, sind alle wesentlichen Merkmale der präsentierten Abbildungen erfasst worden", schildert Changde Du von der Chinese Academy of Sciences. Die Rekonstruktionen der handschriftlichen Buchstaben und Ziffern seien sogar sehr präzise.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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