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Briten gegen "Like"-Funktion für Kinder

Archivmeldung vom 16.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"Like"-Button: Verbot bei britischen Kindern geplant.
"Like"-Button: Verbot bei britischen Kindern geplant.

Bild: pixabay.com, geralt

Großbritannien plant für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren eine Sperrung der "Like"-Funktion bei sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Snapchat. Der Vorschlag kommt von Elizabeth Denham, Information Commissioner des Information Commissioner's Office (ICO), das als Berater des Parlaments fungiert. "Wir sollten Kinder nicht daran hindern, das Internet zu nutzen, aber wir müssen verlangen, dass sie geschützt werden, wenn sie es tun", meint Denham.

Mehr Rechte für Kinder

"Langfristig hat das wenig Sinn. Es gibt immer Wege, aus diesem geschütztem Rahmen auszubrechen. Stattdessen muss man Menschen besser in der Mediennutzung ausbilden", kommentiert Matthias Jax, Projektleiter bei Saferinternet, im Gespräch mit pressetext. Um mehr Sicherheit und Privatsphäre im Netz zu garantieren, hat das ICO ein Regelwerk aus 16 Standards vorgeschlagen, die Online-Services in Zukunft erfüllen müssen.

Im Fokus stehen vor allem "Nudge-Techniken", mit denen soziale Netzwerke Nutzer dazu bringen, länger online zu bleiben. Beispielsweise benutzt Snapchat "Streaks", die dazu ermutigen, immer mehr Inhalte zu posten. Like-Features sind dem ICO ein Dorn im Auge, weil dadurch viele Nutzerdaten gesammelt werden. Auch die Ortungsfunktionen von sozialen Netzwerken sollen verboten werden. Soziale Netzwerke sollen die Einstellung "High Privacy" als Grundstandard festlegen.

Hohe Strafen bei Verstößen

Jax zufolge sollten Kinder verpflichtend in Medienkompetenz geschult werden. "Dazu gehört die Bewertung von Informationen und Quellenkritik, aber auch mehr Vorsicht beim Teilen von Daten. Kinder müssen wissen, wie sie auf aktuelle Trends reagieren sollen. Dafür muss ihnen in der Schule ein Gesamtpaket der Medienkompetenz geboten werden", verdeutlicht Jax.

Momentan befinden sich die 16 Standards noch in einer Beratungsphase, was bedeutet, dass Experten und Öffentlichkeit Feedback dazu geben können. Diese Phase soll am 31. Mai enden. Die finale Version des Regelwerkes soll 2020 in Kraft treten. Wenn die Regeln umgesetzt werden, soll das ICO sozialen Netzwerken bei Verstößen Strafen von bis zu 17 Mio. Pfund (etwa 20 Mio. Euro) verhängen können.

Quelle: www.pressetext.com/Georg Haas

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