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Text schlägt Video: Kein nachhaltiger Digitalisierungsschub durch Corona

Freigeschaltet am 11.11.2020 um 09:02 durch Andre Ott
Bild: birgitH / pixelio.de
Bild: birgitH / pixelio.de

Ein nachhaltiger Digitalisierungsschub durch Corona bleibt offenbar aus: Fast die Hälfte der Deutschen nutzt im privaten Raum weder Videotelefonie noch Podcasts oder Hörbücher. Die beliebteste digitale Aktivität in der Freizeit ist das Schreiben von Textnachrichten, wie eine Umfrage von Verivox zusammen mit der Online-Partnervermittlung Parship zeigt.

Top: Messenger-Texte und lineares Fernsehen

57 Prozent der Befragten schreiben täglich Textnachrichten über Messenger-Dienste wie Whatsapp oder iMessage. Auf dem zweiten Platz liegt mit 42 Prozent die klassische Art fernzusehen, also das Programm zu den vorgegebenen Zeiten zu nutzen (linear). Alle anderen digitalen Aktivitäten rangieren beim täglichen Gebrauch teilweise weit dahinter.

Gut jeder fünfte Deutsche nutzt jeden Tag Social-Media-Dienste wie Facebook oder Instagram. 19 Prozent versenden täglich Sprachnachrichten über Messenger-Dienste, 18 Prozent Fotos und Videos. Gaming an Smartphone oder Playstation ist für 15 Prozent jeden Tag Teil der Freizeit. Fernsehen auf Abruf bzw. Serien-Streaming gehört für 13 Prozent zu den täglichen Aktivitäten.

Flop: Videotelefonie und Audio-Inhalte

49 Prozent verzichten auf Videotelefonie, um mit Freunden oder Familie in Kontakt zu treten - und weitere 49 Prozent hören nicht einmal gelegentlich Audioinhalte wie Hörbücher oder Podcasts. 44 Prozent sagen, sie spielen weder am Smartphone noch an einer Spielkonsole. Von mehr als einem Drittel ungenutzt bleiben Social-Media-Dienste.

Auffälligkeiten beim Geschlecht zeigen sich etwa beim Thema Streaming; Männer sind hier überrepräsentiert. Frauen hingegen versenden häufiger Sprachnachrichten. Mit zunehmendem Alter nimmt die Bereitschaft etwa zum Streaming oder zum Gaming deutlich ab - nicht jedoch im Falle der Videotelefonie: Diese wird von jungen Menschen ähnlich selten genutzt wie von älteren.

Bewegtbildnutzung bleibt unterrepräsentiert

"Schon seit Jahren sind internetbasierte Dienste wie WhatsApp oder FaceTime sehr beliebt", sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. "Jedoch werden Text- und Bildnachrichten nach wie vor erheblich häufiger genutzt als Videotelefonate, wie auch eine Studie der Bundesnetzagentur zeigt. Unsere Zahlen liefern einen weiteren Beleg dafür."

Im April 2020 hatte eine Verivox-Umfrage ergeben, dass Videotelefonate auch für viele junge Menschen Neuland darstellen: 40 Prozent der sogenannten Generation Z haben demnach während des Lockdowns im Frühjahr zum ersten Mal überhaupt Videotelefonie genutzt.

Methodik

Für die vorliegende Studie haben Parship und Verivox im Oktober 2020 3.964 Parship-Mitglieder ab 18 Jahren online gefragt: Wie digital ist Ihre Freizeitgestaltung üblicherweise? Welche der folgenden Aktivitäten machen Sie wie oft? (Fernsehen linear, Videos/TV auf Abruf streamen, Videotelefonieren mit Freunden/Familie, Audioinhalte hören, Gaming, Online-Shopping/-Booking, "ziellos" surfen, Social Media, Textnachrichten versenden, Sprachnachrichten versenden, Fotos/Videos versenden)

Quelle: Verivox GmbH (ots)

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