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MIT-Forscher bauen Miniroboter mit Zuckerantrieb

Archivmeldung vom 24.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Mix aus Elektronik und Natur treibt Roboter effizient an. Bild: web.mit.edu
Mix aus Elektronik und Natur treibt Roboter effizient an. Bild: web.mit.edu

Eine hydraulische Pumpe, deren Wirkprinzip dem der Bäume nachempfunden ist, soll künftig winzige Roboter antreiben. "Tree-on-a-Chip" nennen die Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) ihre Entwicklung. Das kleine Gerät entwickelt hydraulische Kräfte, weil es die Technik kopiert, mit der Bäume das Wasser bis in die allerhöchsten Blätter pumpen.

Das gelingt mit einem raffinierten Zusammenspiel von Xylem und Pfloem - letzteres wird bei Bäumen auch als Bast bezeichnet. Xylem ist ein holziges Leitgewebe, das auch Stützfunktionen hat. Aufgrund von Kapillarkräften und seiner Oberflächenspannung, kriecht Wasser in winzigen Mengen entgegen der Schwerkraft nach oben, um alle Pflanzenteile mit Wasser zu versorgen. Ähnlich arbeiten auch winzige Pumpen aus Papier, die kleine Mengen an Flüssigkeit in Reaktionsräume transportieren.

Anstoß für die Entwicklung war die Tatsache, dass es sehr schwer ist, technische Pumpen in winziger Größe zu bauen, die zudem auch noch sehr teuer sind. "Unser Ziel war ein preiswertes komplexes System nach dem Vorbild der Natur", sagt MIT-Professorin Anette "Peko" Hosoi. Winzige Roboter mit hydraulischem Antrieb sollten das Gleiche können wie etwa Boston Dynamic's "Big Dog", ein Roboter so groß wie ein Bernhardiner. Angetrieben wird er von hydraulischen Aktoren, wodurch er in jedem Gelände, sei es noch so schwer, vorankommt.

Einfach Zucker drauflegen

Zunächst träumten die Forscher von einer leistungsfähigen Pumpe, die ohne bewegliche Teile auskommt. "Dann fragten wir: Gelingt das irgendwo in der Natur?" Es habe sich gezeigt, dass Bäume das können. Ein Teil des in den feinen Xylem-Kanälen emporsteigenden Wassers diffundiert durch eine halbdurchlässige Membran in den Phloem (Bast). Es nimmt dort vor allem Zucker und Aminosäuren auf und transportiert sie in den Wurzelbereich. Dies- und jenseits der Membran herrschen unterschiedliche Drucke - also das Phänomen der Osmose.

Die ersten Modelle liefen nur kurze Zeit. Dann stellten sie die Pumparbeit ein. MIT-Mitarbeiterin Jean Comtet fand das fehlende Glied. Dem Baum fehlten die Blätter, in denen durch Photosynthese Zucker erzeugt wird. Dieser sorgt dafür, dass Druck aufgebaut wird, weil Wasser die Membran passieren kann, die größeren Zuckermoleküle jedoch nicht. "Wenn man den Roboter intelligent designt und eine unserer Pumpen integriert, muss man nur ein Zuckerstückchen drauflegen", witzelt Hosoi. "Und schon marschiert er los."

Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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