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"Zombie-Rechner": Security-Tool entlarvt Botnetze

Archivmeldung vom 27.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Botnetze in Aktion: gutes Geschäft für Hacker. Bild: flickr.com/Robert Donovan
Botnetze in Aktion: gutes Geschäft für Hacker. Bild: flickr.com/Robert Donovan

Der US-Security-Spezialist White Ops hat eigenen Angaben zufolge die erste Technologie entwickelt, mit deren Hilfe sich von Cyber-Kriminellen kontrollierte Botnetz-Computer von realen Usern unterscheiden lassen. Die fremdgesteuerten "Zombie-Rechner" sind laut aktuellen Schätzungen mittlerweile für 29 Prozent des weltweiten Traffics im Bereich von Internet-Anzeigenwerbung verantwortlich und verursachen dadurch einen jährlichen wirtschaftlichen Schaden von knapp zehn Mrd. Dollar (rund 7,4 Mrd. Euro). Die neue Anti-Betrugs-Software, die in ihrem Kern auf Javascript- und Flash-Tools setzt, soll dem boomenden illegalen Geschäft nun einen Riegel vorschieben.

"Wir haben schon ganze Werbekampagnen gesehen, die vollkommen und restlos von Bots überflutet worden sind", zitiert die New York Times den Mitgründer und wissenschaftlichen Leiter von White Ops, Dan Kaminsky. In der Regel hätten Werbetreibende keinerlei Möglichkeit festzustellen, ob sich ein echter Mensch oder ein automatisch gesteuerter Bot hinter einem Klick auf eine Anzeige verbirgt. "Es gibt Webseiten, denen am Monatsende 500.000 Klicks fehlen, die dann wie von magischer Hand plötzlich auftauchen", so Kaminsky.

"Botnetze treiben seit geraumer Zeit ihr Unwesen im Netz", erklärt Virenanalyst und Sicherheitsexperte Martin Penzes im pressetext-Gespräch. Bei Cyber-Kriminellen seien die Computerschädlinge, die die Rechner der User kapern und in "Zombies" verwandeln, vor allem deshalb sehr beliebt, weil sie "ein großartiges Geschäft" darstellen. "Die Hacker spüren aber schon den Atem der Security-Firmen im Nacken, die in einem ständigen Kopf-an-Kopf-Rennen stehen, um solche Sicherheitsgefahren zu reduzieren", betont Penzes.

Enormes Marktpotenzial

Um verlässlich herauszufinden, ob eine reale Person hinter einem getätigten Klick steckt oder dieser von einem 3.000 Kilometer entfernten Botnetz-Betreiber auf einem mit Schadsoftware gekaperten Computer generiert worden ist, setzt White Ops auf Javascript- und Flash-Tools. "Unsere Entdeckung basiert darauf, dass sich sowohl mit Javascript als auch mit Flash feststellen lässt, ob ein echter User hinter dem Rechner sitzt", erläutert Kaminsky. Die Security-Firma schickt hierfür eine spezielle Codezeile an ihre Kunden, die eine Überprüfung einer Webseite ermöglicht. Die Kosten richten sich nach der Größe der zu prüfenden Seite.

"Die Werbetreibenden waren zunächst skeptisch, etwas gegen Botnetze zu unternehmen, weil sie meinten, dass dieser Betrug viele Umsätze in der Anzeigenwerbung generiert. Inzwischen hat der Betrug aber Ausmaße erreicht, dass sie Angst haben, nichts dagegen zu tun", meint Kaminsky. Diese Auffassung vertreten offenbar auch einige Investoren, die kürzlich insgesamt sieben Mio. Dollar (rund 5,1 Mio. Euro) in die Technologie des Start-ups investiert haben. "Das Marktpotenzial ist enorm", so die Überzeugung der Geldgeber.

Quelle: www.pressetext.com/Markus Steiner

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