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"Spiegel": NSA kann Smartphones aller führender Hersteller auslesen

Archivmeldung vom 07.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Crypto City: Hauptquartier der NSA in Fort Meade
Crypto City: Hauptquartier der NSA in Fort Meade

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der US-Geheimdienst NSA kann sich einem Medienbericht zufolge Zugang zu Nutzerdaten von Smartphones aller führender Hersteller verschaffen. In geheimen Unterlagen, die der "Spiegel" einsehen konnte, sei unter anderem von Apples iPhone, BlackBerry-Geräten und Googles Betriebssystem Android die Rede. Den Angaben zufolge sei es dem Geheimdienst möglich, nahezu alle sensiblen Informationen eines Smartphones auszulesen, etwa Kontaktlisten, den SMS-Verkehr, Notizen und Aufenthaltsorte seines Besitzers.

Den Unterlagen zufolge habe die NSA für jeden größeren Hersteller von Handy-Betriebssystemen eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, deren Ziel es sei, heimliche Zugänge zu Smartphones zu ermöglichen. Dafür reiche es bereits aus, den Computer, mit dem das Telefon synchronisiert wird, zu infiltrieren. Mit Mini-Programmen, so genannten Skripten, könnte anschließend auf mindestens 38 iPhone-Anwendungen zugegriffen werden.

Den Dokumenten zufolge will die NSA auch den Zugang zum besonders gesicherten BlackBerry-Mailsystem erlangt haben. Von diesem hatte das Unternehmen stets beteuert, es sei unknackbar.

Auf eine Anfrage des "Spiegel" habe BlackBerry geantwortet, es sei nicht Aufgabe des Unternehmens, zur angeblichen Überwachung durch Regierungen Stellung zu nehmen. Es gebe keine einprogrammierte "Hintertür", die Nutzer könnten beruhigt sein. Nach den Materialien, auf die sich das Nachrichtenmagazin in seinem Bericht bezieht, handele es sich nicht um eine massenhafte Ausspähung, sondern um zielgerichtete, teils auf den Einzelfall maßgeschneiderte Operationen. Die betroffenen Unternehmen wüssten davon nichts.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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