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System schützt vor Cyber-Angriffen per Video

Archivmeldung vom 17.03.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.03.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Tom Sundström, flickr.com
Bild: Tom Sundström, flickr.com

Bilder und Videos sind nicht nur bei Internet-Nutzern beliebt, sondern auch für Hacker interessant. Denn es ist möglich, in diesen Dateien unbemerkt weitere Daten zu transportieren. Forscher an der Ben-Gurion University (BGU) haben nun ein System entwickelt, um einen derartigen Missbrauch von Bildern und Videos für Cyber-Angriffe zu verhindern. Ersten Tests zufolge sei der Ansatz äußerst effektiv.

Bilder und vor allem bewegte Bilder sind im Trend. Schätzungen zufolge könnten Videos Ende dieses Jahrzehnts 80 Prozent des weltweiten Datenverkehrs ausmachen. Dabei könnten heruntergeladene oder gestreamte Inhalte für Cyber-Attacken missbraucht werden, warnt Ofer Hadar, Leiter des Department of Communication Systems Engineering an der BGU. "Hacker mögen Videos und Bilder, weil sie reguläre Datei-Übertragungssysteme auch gesicherter Systeme umgehen und viel Platz für die Einbettung von Schadcode bieten." Daher hat er eine Reihe von Algorithmen entwickelt, um genau das zu verhindern.

Hadar befasst sich beim "Coucou Project" insbesondere mit zwei Angriffsszenarien, die annehmen, dass ein Computer des Opfers bereits mit Malware infiziert ist. In einem Fall dient diese dazu, in vom Nutzer in soziale Netzwerke hochgeladene Bilder und Videos zu missbrauchen, indem es heimlich gestohlene Daten darin versteckt. Damit könnte der Angreifer sich diese einfach mit den öffentlich verfügbaren Bildern herunterladen. Das zweite Szenario hingegen ist, dass der Angreifer Bilder oder Videos mit eingebettetem schädlichen Code verbreitet, der dann ausgeführt wird, wenn das Opfer die Dateien herunterlädt.

Sicherer Schutz ist möglich

Die zur Abwehr genutzten Tricks basieren auf der Steganografie. Das ist die Kunst, Daten und Nachrichten in anderen Dateien zu verstecken - so, wie es die Hacker machen. Laut Hadar kann der Schutz umgesetzt werden, ohne Systeme zu verlangsamen und ohne die Bildqualität nennenswert zu beeinträchtigen. "Erste experimentelle Ergebnisse zeigen, dass eine Methode, die auf einer Kombination unserer Techniken beruht, 100 Prozent Schutz bietet", sagt Hadar. Er erwartet, dass Coucou in Zukunft von Firewall- und Antiviren-Herstellern genutzt wird.

Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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