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Kamera macht 3D-Bilder über iPhone und Co

Archivmeldung vom 02.07.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.07.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"Poppy": Kamera macht 3D-Fotos mit iPhone und Co. Bild: kickstarter.com
"Poppy": Kamera macht 3D-Fotos mit iPhone und Co. Bild: kickstarter.com

"Poppy" verwandelt das iPhone in eine 3D-Kamera. Der Nutzer steckt sein Smartphone in die Vorrichtung des Devices und kann Fotos und Videos in 3D aufnehmen. Dafür werden zwei stereografische Ansichten mit der Kamera des iPhones vermischt. Das Kickstarter-Projekt beschränkt sich rein auf die optische Funktion - benötigt also keine Batterien oder anderes elektronisches Zubehör. Mit Poppy lassen sich aber nicht nur Fotos schießen und Videoclips aufnehmen - es kann ebenfalls dazu genutzt werden, Musik- und YouTube-Videos sowie Film-Trailer in 3D zu sehen.

Die Kamera ist für das iPhone 4, 4s und 5 sowie für iPod Touch funktionstüchtig. Die Entwickler Ethan Lowry und Joe Heitzeberg arbeiten zudem an eine iOS-App, die mit der Kamera einhergehen soll. Dadurch sollen Bilder und Videos festgehalten und in das Fotoalbum gespeichert sowie auf YouTube geladen werden. Der Preis beläuft sich auf knapp über 20 Euro.

Infrastruktur essenziell

"Vor der iPhone-Kamera ist ein Splitter - also ein Spiegel - gelegt. Die Kamera nimmt ein normales Bild durch die iPhone-Kamera und ein zweites, leicht verschobenes durch den Splitter auf. Das ist eine sehr simple Konstruktion", erklärt Hannes Kaufmann von der Interactive Media Systems Group an der TU Wien im Gespräch mit pressetext.

Das Produkt wird dem Fachmann zufolge Technik-Begeisterte erreichen, die gerne mit derartigen Innovationen für den Heimgebrauch experimentieren. "Es ist aber eine billige Variante und kann mit anderen 3D-Kameras wie beispielsweise von Panasonic nicht mithalten. Es ist vielmehr ein nettes Spaß-Gadget", sagt er. Zudem sei die Kamera zu groß für den alltäglichen Gebrauch. Das Ansehen der 3D-Bilder und Videos hänge zusätzlich von der Infrastruktur ab. "Auf Facebook beispielsweise wird dies nicht möglich sein", so Kaufmann.

Entwicklung bleibt langfristig

Die 3D-Technologie hatte Mitte der 1990er-Jahre ihren ersten Hype, der allerdings nach rund zwei Jahren wieder vorbei war. "In den letzten Jahren haben wir einen erneuten Hype erlebt, auch bezüglich der Displays und Fernseher", so Kaufmann. Die 3D-Technologie hat sich gut etabliert und schaut dem Experten zufolge einer langfristigen Entwicklung entgegen.

Quelle: www.pressetext.com/Andreea Iosa

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