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Millionen Mobiltelefone in China vom Handy-Virus "MMS Bomber" befallen

Archivmeldung vom 03.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Michael Grabscheit / PIXELIO
Bild: Michael Grabscheit / PIXELIO

Laut den Beijing Business News hat ein neuer Handy-Virus namens "MMS Bomber" in letzter Zeit Millionen von Mobiltelefonen in China befallen. Das National Computer Network Emergency Response Technical Team/Coordination Center of China hat Mobilfunknutzer darauf aufmerksam gemacht, dass das Virus Mobilfunkgeräte mit S60 3rd OS-Software, also zumeist Smartphones von Nokia und Samsung, angreift.

Das Virus ist als Anwendung getarnt und baut nach der Installation automatisch Verbindung zum Internet auf, um über MMA eine bösartige URL an zufällig ausgewählte Mobilfunkteilnehmer zu verschicken. Dem unwissenden Nutzer entstehen hierdurch finanzielle Verluste.

Das Virus wurde zuerst vom Mobile Security Center von NetQin Mobile Inc., einem führenden Anbieter von Sicherheitsdiensten für den Mobilfunk, Anfang Februar enttarnt. Laut der Statistik des Unternehmens sind zum aktuellen Zeitpunkt 100.000 Mobilfunktelefone betroffen. Das Virus verfügt bemerkenswerterweise über Abwehrmechanismen. Sobald ein Gerät infiziert ist, setzt der Virus das Systemverwaltungsprogramm auf dem Mobilfunktelefon ausser Kraft. Mobilfunknutzer sind nicht in der Lage, das Virus zu deinstallieren, erklärt Dr. Zou Shihong, wissenschaftlicher Leiter bei NetQin. NetQin hat jüngst die neueste, mehrsprachige Version der Software Mobile Anti-virus 3.2 für Geräte mit S60 3rd OS-Software eingeführt, die in der Lage ist, das Virus erfolgreich zu entfernen. Um sich zu schützen, müssen Mobilfunknutzer die NetQin Mobile Anti-virus 3.2-Software downloaden, installieren und der neuesten Virusdatenbank gemäss aktualisieren.

Laut Gartner stellten Smartphones im Jahr 2009 14 Prozent des Gesamtumsatzes an Mobilfunkgeräten dar. Bis zum Jahr 2013 wird dieser Anteil voraussichtlich auf 38 Prozent, und der Markt für mobile Anwendungen bis 2012 auf 17,5 Milliarden ansteigen. Laut dem jüngsten Bericht von Chetan Sharma Consulting wird zu diesem Zeitpunkt die Anzahl an Downloads mobiler Anwendungen von 7 Milliarden im Jahr 2009 auf fast 50 Milliarden ansteigen. Das explosive Wachstum mobiler Technologien und Anwendungen hat dazu geführt, dass Mobilgeräte ein immer interessanteres Ziel für Hacker darstellen und sich immer mehr mobile Sicherheitsbedrohungen im Umlauf befinden. Je mehr Mobilfunkgeräte zum Speichern von persönlichen und geschäftlichen Informationen genutzt werden, desto mehr stellen sie ein potenzielles Ziel für Sicherheitsbedrohungen dar.

Quelle: NetQin

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