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Jeder zweite Login im Social Web durch Scammer

Archivmeldung vom 28.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Login: Betrüger kapern unzählige Accounts.
Login: Betrüger kapern unzählige Accounts.

Bild: pixabay.com, Pexels

Bei mehr als der Hälfte von Login-Versuchen auf Social-Media-Portalen handelt es sich um automatisierte Versuche von Betrügern. Dies geht aus einem aktuellen Report des US-Unternehmens Arkose Labs hervor. Programme wie "Sentry MBA" durchlaufen in Kürze Millionen von Benutzernamen- und Passwortkombinationen und knacken diese somit. Auch erstellen Betrüger viele gefälschte Konten.

Lukrative Einnahmequelle

"Befindet sich der gehackte Nutzer bereits seit ein paar Jahren auf der Plattform, dann ist es unwahrscheinlicher, dass das Social-Media-Unternehmen gegen den Übergriff vorgeht. Bei einem brandneuen Account ist dies eher der Fall", schildert Kevin Gosschalk, CEO von Arkose Labs. Laut dem Report stammen 25 Prozent aller neuen Social-Media-Accounts von Scammern.

Gosschalk zufolge dienen einige gekaperte Accounts der Falschinformation und manche als Einnahmequelle, zum Beispiel mit Sex als Lockmittel. Chatbots beginnen Flirt-Konversationen mit anderen in sozialen Medien. Wenn sich der Gesprächspartner bereiterklärt, die Unterhaltung fortzusetzen, wird dieser aufgefordert sich, auf einer Dating-Webseite zu registrieren und dort seine Kreditkartendaten preiszugeben. Diese werden dann von den Betrügern geklaut.

Idente Passwörter gefährlich

Ein weiteres Resultat des Reports: Neun Prozent der Login-Versuche auf Online-Banking-Webseiten werden von Scammern getätigt. Laut Experten sind besonders Passwörter, die bei mehrere Services gleichzeitig verwendet werden, anfällig für Hacking-Angriffe. "Die User unternehmen in der Regel einfach viel zu wenig, um sich online adäquat zu schützen", resümiert Gosschalk.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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