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Origami-Roboter funktioniert erstmals ohne Batterie

Archivmeldung vom 22.07.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.07.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Harvard-Roboter: Ein Magnetfeld steuert den Roboter. Bild: wyss.harvard.edu
Harvard-Roboter: Ein Magnetfeld steuert den Roboter. Bild: wyss.harvard.edu

Einen faltbaren Origami-Roboter, der gänzlich ohne Batterien auskommt, haben Wissenschaftler der Harvard University entwickelt. Der Roboter wird über das Magnetfeld einer externen Spule gesteuert. Das verwendete Material reagiert selbstständig auf das Magnetfeld. Die Studie ist im Wissenschaftsmagazin "Science Robotics" erschienen.

Temperaturempfindlichkeit

"Die Falt-Bewegungen unserer Roboter sind nicht nur wiederholbar, wir können sogar kontrollieren, wann und wo sie passieren. Das erlaubt komplexe Bewegungen", erklärt Studienleiter Mustafa Boyvat. Beim Bau des Roboters wurde ein Material verwendet, das seine Form je nach Temperatur ändert. Wenn das Magnetfeld der Spule aufrecht ist, verhärtet sich das Material durch den Temperaturanstieg. Ist das nicht der Fall, entspannt sich der Mini-Roboter wieder. Die Steuerung erfolgt somit durch einen gezielten Einsatz des Magnetfeldes.

Es gibt derzeit einen Fülle an Falltrobotern. Das Harvard-Projekt besticht jedoch durch seine Größe. Ohne die Last einer Batterie ist der Roboter weitaus kleiner. Die klobigere Konkurrenz kann da nicht mithalten. "Es gibt immer noch Raum für Verkleinerungen. Wir glauben nicht, dass wir bei der Größe ans Limit gestoßen sind und wir freuen uns, dass Design für biomedizinische Anwendungen zu verbessern", sagt Boyvat. Anstatt eines Endoskops, das bei Untersuchungen im Rachen zum Einsatz kommt, könnten Patienten einen Origami-Roboter schlucken. Durch seine Formbarkeit könnte der neue Roboter eines Tages Assistenzaufgaben erledigen. Neben dem Filmen ist auch das Greifen und Halten von Gegenständen denkbar.

Quelle: www.pressetext.com/David Liedtke

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