Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten IT/Computer Datenmangel erschwert Nachhaltigkeitsprojekte und den Einsatz intelligenter Technologien

Datenmangel erschwert Nachhaltigkeitsprojekte und den Einsatz intelligenter Technologien

Archivmeldung vom 23.02.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.02.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
IT-Trends-2023: Entwicklung der Datenverfügbarkeit in Unternehmen und Behörden
IT-Trends-2023: Entwicklung der Datenverfügbarkeit in Unternehmen und Behörden

Bildrechte: Capgemini Fotograf: Capgemini

IT-Trends 2023: Unternehmen in der DACH-Region verstärken ihre Anstrengungen zur Emissionsreduzierung, zugleich steigt die Bedeutung der IT für Nachhaltigkeitsinitiativen

Nach wie vor steht rund die Hälfte aller Daten von Unternehmen und Behörden nicht über die gesamte Organisation hinweg zur Verfügung. Das erschwert beispielsweise die Ermittlung von Emissionen oder den Einsatz intelligenter Technologien. Gleichzeitig steigt die Bedeutung der IT für den Klimaschutz, wie die Ergebnisse der IT-Trends-Studie von Capgemini zeigen. Die Studie, die jährlich die Entwicklung zentraler Technologietrends untersucht, feiert in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Für die diesjährige Ausgabe wurden im September und Oktober letzten Jahres 132 Fach- und IT-Verantwortliche aus Unternehmen und Behörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.

Die Ambitionen der Wirtschaft, ihre jährlichen Treibhausgasemissionen zu reduzieren, sind gestiegen: Innerhalb fünf Jahren wollen Unternehmen die Emissionen durchschnittlich um 42 Prozent senken. Im Vorjahr waren es im Durchschnitt noch 37 Prozent. IT soll direkt oder indirekt für knapp 50 Prozent der Einsparungen sorgen, im Vorjahr waren es knapp 43 Prozent. Am häufigsten wird IT für die Reduzierung des Energieverbrauchs von Maschinen und Anlagen sowie die Routen- und Verkehrsmitteloptimierung genutzt, gefolgt von der Entwicklung umweltfreundlicher Produkte und Services und der Reduzierung von Müll und Ausschuss.

"Für die Umsetzung der Klimaziele ist IT ein entscheidender Faktor. Denn zum einen unterstützt sie die digitale Erfassung und Verarbeitung von Messdaten. Das ist die Basis, um Maßnahmen effizient und zielgerichtet umzusetzen. Zum anderen spielt IT eine große Rolle bei der Entwicklung klimaschonender Produkte. Um ihre Emissionen zu senken und die Langlebigkeit und die Recyclingfähigkeit zu erhöhen, müssen Hersteller in der Lage sein große Datenmengen effektiv zu verarbeiten", kommentiert Dr. Sven L. Roth, Head of Business & Technology Solutions bei Capgemini in Deutschland.

Fast die Hälfte aller Daten nicht organisationsweit verfügbar

Im Vergleich zum Vorjahr ermitteln jetzt etwas mehr Organisationen ihre Treibhausgasemissionen. Den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte beziehungsweise alle Organisationsbereiche decken aber erst rund 36 Prozent der Unternehmen (im Vorjahr knapp 35 Prozent) sowie knapp 17 Prozent der Behörden und ihrer IT-Dienstleister ab (im Vorjahr 4 Prozent).

Eine Hürde auf dem Weg zu mehr Transparenz ist der Zugang zu den entsprechenden Daten. Unternehmen können, in erster Linie aufgrund von Datensilos, derzeit nur knapp 60 Prozent der vorhandenen Informationen in der gesamten Organisation nutzen. In Behörden stehen weniger als 40 Prozent der Daten organisationsübergreifend zur Verfügung. Hier wird ihre Nutzung allerdings in erster Linie von Gesetzen und internen Vorschriften beschränkt.

Die mangelnde Verfügbarkeit von Daten erschwert den Einsatz intelligenter Technologien. Die Studienergebnisse zeigen, dass Unternehmen mit hoher Datenverfügbarkeit Technologien mit künstlicher Intelligenz (KI) intensiver nutzen als solche mit vielen Einschränkungen. Die Anzahl der Anwender, die KI intensiv nutzen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr aber kaum verändert: Derzeit sind dies etwa 40 Prozent der Unternehmen, sowie 22 Prozent der Behörden einschließlich ihrer IT-Dienstleister.

Mehr als 50 Prozent cloudnative Anwendungen in fünf Jahren

In den vergangenen sechs Jahren hat die Cloud-Nutzung im deutschsprachigen Raum langsam aber stetig zugenommen: Im Jahr 2017 wurden knapp 47 Prozent aller IT-Services entweder der Cloud betrieben, inzwischen sind es mehr als drei Viertel. 75 Prozent dieser Anwendungen wurden ursprünglich aber nicht für den Cloud-Betrieb entwickelt und können deshalb nicht alle Vorteile der Technologie ausschöpfen. Das soll sich jetzt ändern: Die Befragten geben an, dass bereits in fünf Jahren mehr als die Hälfte aller Cloud-Anwendungen cloudnativ, also spezifisch für den Einsatz auf einer Cloud-Infrastruktur entwickelt sein sollen.

Quelle: Capgemini (ots)

Videos
Daniel Mantey Bild: Hertwelle432
"MANTEY halb 8" deckt auf - Wer steuert den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Mantey halb 8 - Logo des Sendeformates
"MANTEY halb 8": Enthüllungen zu Medienverantwortung und Turcks Überraschungen bei und Energiewende-Renditen!
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte vamp in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige