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"Roboats" mischen Amsterdams Grachten auf

Archivmeldung vom 06.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"Roboats" nach erfolgreichem Koppelmanöver im Schwimmbad.
"Roboats" nach erfolgreichem Koppelmanöver im Schwimmbad.

Bild: mit.edu

Auf den Grachten, den Wasserwegen in der niederländischen Metropole Amsterdam, sollen künftig autonom fahrende Boote, sogenannte "Roboats", verkehren, die mannigfaltige Aufgaben erfüllen. Dazu gehören nachts Müll zu sammeln und tagsüber Menschen sowie Waren zu transportieren. Die Boote entwickeln Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Sensoren, GPS, Kameras

Bereits 2016 haben die Forscher ein Roboat auf den Grachten getestet. Es konnte einen zuvor progammierten Weg autonom zurücklegen. Die jetzt geplanten Fahrzeuge können noch viel mehr. Sie kommunizieren miteinander und bilden einen längeren Verbund, wenn die Aufgabe es verlangt, etwa wenn besonders viele Menschen ein bestimmtes Ziel ansteuern wollen. Dazu sind die rechteckigen Roboats mit zahlreichen Sensoren, GPS-Modulen für eine präzise Navigation, Kameras und Mikrocontrolern ausgestattet.

Die Boote sollen, das ist eine von vielen Anwendungen, nach Bedarf fahren. Potenzielle Fahrgäste melden ihre Ziele einer Zentrale. Die Bootsrouten werden dann so geplant, dass möglichst viele Fahrgäste mit gleichen und ähnlichen Zielen transportiert werden. Die Boote können sich auch vorübergehend zu Fußgängerbrücken, Marktplätzen oder Bühnen formieren, etwa bei Festen. Ganz nebenbei sammeln die Boote Daten zur Luft- und Wasserverschmutzung. Angetrieben werden sie elektrisch. Verteilt über die Stadt, die zu einem Viertel aus Wasserwegen besteht (insgesamt 165), sollen an den Ufern Ladestationen installiert werden, welche die Boote bei Bedarf automatisch ansteuern.

Tests im MIT-Schwimmbad

Daniela Rus, Professorin für Computerwissenschaften und künstliche Intelligenz, und ihr wissenschaftlicher Mitarbeiter Luis Mateos haben Modelle der Boote im MIT-Schwimmbad getestet. Ausgehend von einem Abstand von einem Meter bildeten sie innerhalb von zehn Sekunden ohne Fremdeinwirkung einen festen Verbund. "Früher wurden die Grachten für den Transport von Menschen und Waren genutzt", so Mateos. Heute hätten diese Aufgabe weitgehend Straßenfahrzeuge übernommen. Da diese überlastet seien und die Umwelt durch Schadstoffe und Lärm schädigten, wolle die Stadtverwaltung die Grachten wieder verstärkt nutzen. Dafür seien autonom fahrende Boote ideal.


Quelle: www.pressetext.com/Wolfgang Kempkens

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