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YouTube verschärft nach Boykott von Unternehmen die Kontrollen

Archivmeldung vom 05.08.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
YouTube: Starke Kontrollen gegen Extremisten. Bild: Digitalpfade, pixabay.com
YouTube: Starke Kontrollen gegen Extremisten. Bild: Digitalpfade, pixabay.com

Die Google-Tochter YouTube hat weiterhin mit zahlreichen gewaltverherrlichenden Inhalten zu kämpfen, die Video-Kanal-Betreiber auf dem Portal verbreiten. Dass diese vom Unternehmen nicht einfach gelöscht werden können, liegt daran, dass sie rechtlich gesehen in eine Grauzone fallen. Denn genau genommen widersprechen viele der betreffenden Inhalte nicht einmal den Bestimmungen der Seitenbetreiber, vertreten aber dennoch "kontroverse, religiöse oder rassistische Inhalte".

Trifft diese Anschuldigung zu, werden diese Videos von nun an in einen sogenannten "limitierten Zustand" verbannt, lässt man seitens YouTube wissen. Das ist eine Art "Fegefeuer", das Inhalte im gewöhnlichen Browser in ihrer Sichtbarkeit einschränkt, nicht bei den automatischen Vorschlägen erscheinen lässt und keine Kommentare, Likes oder Verknüpfungen zu ähnlichen Videos zulässt. Damit will der Videogigant verhindern, dass wirklich gelöschte Videos einfach nach kurzer Zeit erneut hochgeladen werden. Denn das passiert oft mit gefinkelten Veränderungen, die sie vor der Entdeckung durch den Seitenbetreiber schützen sollen.

Boykott sorgt für zusätzliche Maßnahmen

Der aktuelle Schritt lässt sich auf den YouTube-Boykott vieler Unternehmen zurückführen. Hunderte große Marken haben im Frühling dieses Jahres ihre Werbungen von dem Portal entfernt, da sie zu Videos von Hassgruppen und Terror-Propagandisten hinzugefügt wurden. Der Boykott hatte zwar nur kleine finanzielle Auswirkungen auf den Riesenkonzern, aber dieser steht immer mehr unter Druck, die Seite zu säubern. Amber Rudd, die Innenministerin des Vereinigten Königreichs, ist sogar extra nach San Francisco gereist, um Google und andere Technik-Giganten zu stärkeren Maßnahmen gegen Extremismus auf ihren Plattformen zu drängen.

Google hat die Überwachung verschärft und will nun ein Programm einführen, das User, die nach extremen Inhalten suchen, zu einer Video-Playlist weiterleitet, um sie von den besagten Videos fernzuhalten. Zusätzlich engagieren sich 15 NGOs, um dem Unternehmen unter die Arme zu greifen. Darunter sind die Anti-Defamation League, das No Hate Speech Movement und das Institute for Strategic Diologue .

Nicht alles ist extrem

Bei einigen Usern kommt die neue, strengere Schutzmaßnahme jedoch nicht sonderlich gut an. Viele Blogger kritisieren etwa, dass durch die Reinigung der Inhalte auch einige Videos unrechtmäßig entfernt wurden. Zum Beispiel wurde der Kanal von Matan Uziel, welcher durch Sexualverbrechen traumatisierten Frauen die Chance gibt, ihre Geschichte zu erzählen, stark eingeschränkt.

Quelle: www.pressetext.com/Nina Setinc

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