Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten IT/Computer Steuerspar-Programme rechnen bis zu 1.000 Euro zu Lasten der Nutzer

Steuerspar-Programme rechnen bis zu 1.000 Euro zu Lasten der Nutzer

Archivmeldung vom 02.02.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Dieses Jahr lohnt sich die Einkommenssteuererklärung ganz besonders, denn die Pendlerpauschale entlastet wieder im vollen Umfang die Steuerschuld. Viele Arbeitnehmer können sich also auf Steuererstattungen vom Staat freuen. Hinzu kommen schließlich noch andere absetzbare Kosten wie ein doppelter Haushalt, berufliche Aus- und Fortbildung oder Fachliteratur.

Um einfach und günstig an eine Steuerrückzahlung zu kommen, sind Steuerspar-Programme die beste Wahl. COMPUTERBILD hat acht dieser Rechenkünstler getestet. Fazit: Alle Programme können Standardfälle problemlos bearbeiten. Wenn es aber kompliziert wird, kommen einige Kandidaten an ihre Grenzen (Ausgabe 4/2009, ab Montag im Handel).

Die Redaktion hat gemeinsam mit Steuerexperten der DATEV fünf Beispielfälle entwickelt und von den Testkandidaten sowie der Finanzamt-Software ELSTER berechnen lassen. Diese Fälle deckten vom Single bis zum Rentner-Ehepaar viele typische Steuerzahler ab. Außerdem berechnete die DATEV passende Musterlösungen für COMPUTERBILD, an denen sich die Programme messen lassen mussten.

Der Test offenbarte, dass die meisten Kandidaten mal mehr, mal weniger Schwierigkeiten beim Berechnen der einzelnen Fälle hatten. Richtig gut hat sich jedoch die knapp 40 Euro teure "Steuer-Spar-Erklärung 2009" von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft geschlagen. Sie berechnete vier der fünf Fälle korrekt, und auch beim fünften Fall lag das Programm nur zwei Euro neben der Musterlösung - Test-Sieg. Wer auf einige Funktionen verzichten kann, bekommt für knapp 16 Euro die gleiche Rechenleistung mit dem zweitplatzierten "Steuer-Taxi" vom gleichen Hersteller.

Doch so positiv blieb es nicht fürs gesamte Testfeld: Alle anderen Kandidaten machten mehr Fehler und rechneten bei einigen komplexeren Fällen um bis zu 1.000 Euro zu Ungunsten der Nutzer. Ein Programm ("Konz Steuersoftware 2009" von Knaur) versagte sogar bei vier von fünf Fällen komplett und berechnete nur den einfachsten Musterfall richtig. Kurios: Ausgerechnet die offizielle Elektronische Steuererklärung (ELSTER) der Finanzämter patzte bei der Berechnung der Kirchensteuer.

In Sachen Bedienung und Komfort sind die meisten Programme inzwischen erfreulich benutzerfreundlich. Sie helfen dem Nutzer mit Eingabe-Assistenten, vielen Steuertipps und zum Teil sogar mit dicken gedruckten Steuer-Ratgebern als Beilage. Nur die Konz-Steuersoftware verwirrt mit einer komplizierten Bedienung und lässt den Nutzer trotz Schritt-für-Schritt-Anleitung oft mit mehr Fragen als Antworten alleine. Weil so etwas Eingabefehler geradezu heraufbeschwört, wurde das Programm um eine Note abgewertet. Doch auch die Kandidaten aus der WISO-Familie sorgten für Unmut: Sie zwingen die Nutzer zur Online-Registrierung.

Quelle: COMPUTERBILD

 

Videos
Peter Denk über die "Neuordnung der Welt" (Nov. 2021)
Peter Denk über die "Neuordnung der Welt" (Nov. 2021)
Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Vortrag von Gandalf Lipinski: „Basisdemokratie und matriarchale Politik“
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte balg in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige