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Abhörsicheres "Kanzler-Handy" soll Mängel haben

Archivmeldung vom 05.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Seitens Secusmart setzt man auf das BlackBerry 10. Hier ein Screenshot des Startbildschirms.
Seitens Secusmart setzt man auf das BlackBerry 10. Hier ein Screenshot des Startbildschirms.

Foto: McDev
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das neue abhörsichere "Kanzler-Handy" der Telekom hat sich im Regierungsapparat bislang nicht durchsetzen können. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge liegt dies an schwachen Ergebnissen des SiMKo 3 in ministeriumsinternen Tests. "Bei den Tests ist die sehr geringe Akkulaufzeit besonders negativ aufgefallen", heißt es in einer Entscheidungsvorlage des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ), die "Focus" vorliegt. "Ebenso fehlen wichtige Funktionen wie W-Lan, Kamera, Bluetooth und es bestand Speicherplatzmangel." Das Konkurrenzgerät von Secusmart steche dagegen hervor.

Auch andere Ressorts wie Auswärtiges Amt, Bundesinnen- und Wirtschaftsministerium kämen "zu denselben Ergebnissen", so das BMZ. Der Telekom entgeht damit möglicherweise ein Millionengeschäft.

Die Modelle von Secusmart und Telekom gelten als abhörsicher und verschlüsseln Daten wie Kontakte, Mails und Kalender. Benutzer wechseln zwischen öffentlichem und sicherem Modus.

Die Telekom, die zu 31,9 Prozent dem Bund gehört, erklärte: "SiMKo 3 erfüllt die Anforderungen für sichere mobile Kommunikation. Es bietet ein `entkerntes` und mit national entwickelter Software aufgebautes Gerät mit zwei getrennten Betriebssystemen." Das wirke sich auf Komfort-Features aus. W-Lan, Bluetooth und Kamera seien keine Grundfunktionen eines abhörsicheren Handys.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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