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Humorvoller Umgang mit dem Tod: Lustigste Traueranzeigen Deutschlands gewählt

Archivmeldung vom 24.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de
Bild: Claudia Hautumm / pixelio.de

Pro Jahr werden in Deutschland rund eine halbe Million Traueranzeigen veröffentlicht. Neben klassischen Trauerbekundungen gibt es darunter immer wieder ausgefallene und selbst lustige Anzeigen. Das Trauerportal RuheInFrieden.de sowie die Autoren Dr. Christian Sprang und Dr. Matthias Nöllke, die bereits zwei Bücher zu außergewöhnlichen Traueranzeigen veröffentlicht haben, ließen die zehn humorvollsten Anzeigen wählen. Über 30.000 Menschen wurden dazu befragt.

Auf Platz eins wählten die Teilnehmer eine Todesanzeige, in der sich der Verstorbene selbst zu Wort meldet: „Ich bin umgezogen. Neue Adresse: Friedhofstr. 51, Bremen.“ Auf Platz zwei folgt eine Abrechnung der Angehörigen mit der ärztlichen Behandlung des Verstorbenen: „Der Tod kommt auf leisen Sohlen, denn die Schuhe eines Arztes quietschen selten.“ Platz drei fasst kurz und prägnant Leben und Tod des Verstorbenen zusammen: „Erst viel Humor, dann viel Tumor.“

Die Top 10 der Todesanzeigen zeigen eine große Bandbreite. So werden beispielsweise eigene Zeichnungen verwendet, wie etwa das Abbild einer leicht bekleideten Dame für den Verstorbenen Erwin R., den „Rubens von der Reeperbahn“ (Platz fünf). Auch die Liebe zum Haustier spielt eine Rolle (Platz acht): „Dein Dackel ging voraus – jetzt trittst Du in seine Fußstapfen.“ Die Todesumstände werden ebenfalls verarbeitet (Platz zehn): „Du hast den Ausspruch Hals- und Beinbruch viel zu ernst genommen.“

„Wir beobachten, dass immer mehr Menschen außergewöhnliche Abschiedsworte wählen. Traueranzeigen sind heute viel persönlicher als noch vor einigen Jahrzehnten“, sagt Dr. Nöllke. „Die Hinterbliebenen gehen immer offener und kreativer mit dem Thema Traueranzeigen um. Allgemein rückt der individuelle Abschied bei Bestattungen zunehmend in den Vordergrund“, sagt RuheInFrieden.de-Gründer Fabian Schaaf.

Für 2013 erwartet RuheInFrieden.de bundesweit rund 5.000 humorvolle Anzeigen mit weiterhin steigender Tendenz. Anregungen für besondere Anzeigen bieten die Bücher des Autorenduos Dr. Christian Sprang und Dr. Matthias Nöllke. Das Trauerportal RuheInFrieden.de ermöglicht es Angehörigen und Freunden eines Verstorbenen, ihre Traueranzeigen kostenlos einzustellen und zudem Beileidsbekundungen sowie Links zu Musikclips oder Social-Media-Profilen zu integrieren.

Quelle: RuheInFrieden.de (News4Press)

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