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Tanuki stellt Frauen gezielt an den Pranger

Archivmeldung vom 20.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Werbung: Dicke essen Pizza, Dünne gehen zu Tanuki.
Werbung: Dicke essen Pizza, Dünne gehen zu Tanuki.

Bild: twitter.com, lana

Wenn es nach der japanischen Fast-Food-Kette Tanuki geht, essen dicke Mädchen Pizza, während dünne Mädchen Suppe schlürfen. Ein Facebook-Posting des Unternehmens hat für Ärger gesorgt. Darauf zu sehen waren eine korpulente sowie eine schlanke Frau. Über Ersterer steht "nach einem Besuch bei Go-Go Pizza" und über Zweiterer "nach einem Besuch bei Tanuki". Was die Situation weiter verschärft: Bei der fülligeren Dame handelt es sich um die US-Fernsehpersönlichkeit Whitney Thore. Diese leidet an einer Hormonkrankheit und setzt sich medial aktiv gegen Body-Shaming ein.

Bild unerlaubt verwendet

"In Deutschland greift das 'Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb (UWG)'. Da das UWG auf einer EU-Richtlinie basiert, dürfte in Österreich nichts anderes gelten. Zunächst bezieht sich die Werbung nicht auf (objektiv) nachprüfbare Eigenschaften des Konkurrenten. Denn niemand wird nach dem Verzehr einer Pizza direkt übergewichtig. Und umgekehrt würde auch ein Restaurantbesucher, der jeden Tag Udon-Nudeln und Unmengen an Sushi essen würde, sicherlich langfristig zunehmen. Auf zweiter Ebene wird die Leistung des Mitbewerbers herabgesetzt und verunglimpft, indem es so dargestellt wird, dass alle Gäste, die dort essen, direkt übergewichtig werden," erklärt Medienanwalt Christian Solmecke im Gespräch mit pressetext.

Dem russischen Nachrichtenportal "RT" zufolge ist es eher unwahrscheinlich, dass Whitney Thore der missbräuchlichen Verwendung ihres Fotos zugestimmt hat. In den sozialen Medien hat diese Werbekampagne für Entrüstung gesorgt. Der Vorwurf: Dabei handle es sich nicht nur um einen Angriff auf die Person Whitney Thore als solche, sondern auch um einen Affront gegen die russische Pizzakette Go-Go Pizza http://gogopizza.by sowie deren Kunden.

Entschuldigung erbeten

Dem Bericht nach hat Tanukis Social-Media-Manager sogar den CEO der Pizzakette markiert, als er das Bild auf seiner persönlichen Facebook-Seite teilte. Nach zahlreichen Vorwürfen von Sexismus, Body-Shaming, Urheberrechtsverletzung und Geschmacklosigkeit ist das provokative Meme von der Facebook-Page der japanischen Fast-Food-Kette entfernt worden.

"Wir geben zu, zu weit gegangen zu sein. Wir wollten provokativ sein und sind dabei über das Ziel hinausgeschossen", heißt es in der offiziellen Stellungnahme von Tanuki. Zusätzlich gibt das japanische Unternehmen an, nicht von der Erkrankung Thores gewusst zu haben. "Wir wollten Personen mit gesundheitlichen Problemen nicht kränken und bitten um Verzeihung", heißt es ergänzend im Statement.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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