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Etikett zu Sorte der russischen Brauerei Kopytov beschönigt sadomasochistische Darstellung

Archivmeldung vom 27.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: facebook.com/The Kopytov Brewery
Bild: facebook.com/The Kopytov Brewery

Die russische Brauerei Kopytov hat mit der sadomasochistischen Darstellung einer Frau auf einem Bieretikett für einen öffentlichen Aufschrei gesorgt. Die Werbung wurde im Zuge der Einführung der neuen Biersorte "Pryanik Imperial Stout" lanciert. Zu sehen ist das Gesicht einer geknebelten Frau mit Mundsperre. Diese soll die Gestalt eines traditionellen russischen "Pryanik"-Honigkuchens haben.

Markenführungsfehler möglich

"Ich halte es aufgrund der öffentlichen Reaktion für wahrscheinlich, dass es sich bei dieser Werbung um einen klassischen Markenführungsfehler handelt, der sich dadurch äußert, dass die Werte der Zielgruppe verfehlt werden", kommentiert Markenexperte Oliver Schmitt von viennabrand die Kampagne gegenüber pressetext.

Hinzu komme der kulturelle Faktor. "Die gesellschaftlichen Entwicklungen in puncto Feminismusdebatte sind in Russland noch nicht so fortgeschritten wie hierzulande", führt Schmitt aus. Möglich sei dennoch eine bewusste Führung dieser Werbung. "Das kommt darauf an, ob das Etikett aus dem Verkehr gezogen wird oder nicht", schildert er weiter. Werde es zurückgezogen, so handle es sich um ein Versehen des Unternehmens.

Community überstimmt Brauerei

Das provokative Etikett bleibt jedoch nicht folgenlos. Die russische Fashion-Designerin Yuliya Shlyakhova hat sich bereits beim Federal Antimonopoly Service of Russia (FAS) beschwert. Das FAS hat in Reaktion darauf eine Online-Umfrage gestartet. Danach stimmten 58 Prozent der Umfrageteilnehmer in Bezug auf die Werbung für einen "Daumen runter". Trotz dieser Mehrheit zeigt sich die Brauerei nicht einsichtig.

Auf Facebook verteidigt sich Kopytov: "Bitte liebe Leute, geht und wählt und sagt es auch euren Kameraden. Wir hoffen sehr, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzen wird. Das Team unserer Brauerei legt großen Wert auf seine Mütter, Schwestern, Ehefrauen und Töchter. Wir sind gegen Gewalt in jeder Ausprägung. Wir stehen für Humor, Kunst und Angemessenheit."

Das Statement klammert die Kritik aus. Dies sehen jene Teilnehmer der Umfrage so, welche die Werbung als anstößig eingestuft haben. Einem "BBC"-Bericht nach könnte der Brauerei sogar eine Geldstrafe drohen. Für Fashion-Designerin Shlyakhova beschönigt die Werbung Gewalt gegen Frauen. Sie sei obszön und offensiv. "Ich hoffe, dass dieses Etikett zur Diskussion über die Legitimierung von Gewalt beitragt", resümiert sie.

Quelle: www.pressetext.com/Carolina Schmolmüller

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