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Zahlenfurcht durch Aberglauben ist in unserer Gesellschaft noch immer existent: Wunschkennzeichen „WE-SAB 18“ wurde nicht mehr genehmigt

Archivmeldung vom 12.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Sab-Tours / WB / Eigenes Werk
Bild: Sab-Tours / WB / Eigenes Werk

Der behördliche Schwachsinn mit den sogenannten Nazi-Code-Zahlen läuft weiter. In Wels konnte nun durch die Sperre des Wunschkennzeichens „WE – SAB 18“ wieder ein entscheidender Sieg im Kampf gegen rechtsradikale Tendenzen erzielt werden, dürften nun alle Netzwerker gegen Rechtsextremismus hocherfreut jubeln, auch wenn nie eine politische Absicht hinter der eingezogenen Nummerntafel für einen Reisebus steckte. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Da haben die Betreiber des Welser SAB-Tours-Reiseunternehmens noch einmal Glück gehabt. Jahrzehntelang sind ihre Fahrzeuge nämlich mit den Wunschkennzeichen WE – SAB 1, WE – SAB 2, WE – SAB 3 etc. in der Gegend herumgefahren und niemand hat sich daran gestoßen.

Potentiell verdächtig

Doch bei der unlängst erfolgten Neuanmeldung dieser Wunschkennzeichen wurde dem Unternehmen das Schild WE – SAB 18 nicht mehr erteilt. Dafür können Wolfgang Stöttinger und Hannes Schierl, die beiden Geschäftsleiter des Busunternehmens, nun erleichtert aufatmen.
Denn den potenziellen Verdacht als Wiederbetätiger sind sie damit los. Davor hatten sie in der ständigen Gefahr gelebt, ins Visier von Robert Eiter vom Netzwerk gegen Rechtsextremismus zu geraten. Möglicherweise hätte Eiter dann auch eine Überprüfung der SAB-Geschäftsführung durch den Verfassungsschutz verlangt. Das hatte der im unentwegten Kampf gegen jede Wiederbestätigung stehende Welser Nazi-Jäger einst schon einmal im Fall eines anderen Unternehmers namens R. gefordert. Im Fall SAB-Tours war das nun nicht mehr nötig, weil sich um diese Dinge nun schon seit Jahren die Behörde von Amts wegen kümmert.

Kampf gegen die Achter

Denn schon 2015 war der damalige Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ) von Eiter und dem Mauthausen-Komitee angestachelt worden, eine Novelle des Kraftfahrzeuggesetzes zu erarbeiten, dass in Zukunft alle „rechtsextremen Codes“ auf den Kennzeichentafeln verbieten sollte, was auch geschah. Dass auch die Zahl 8 zu den rechtsextremen Codes gehört, erfuhren damals auch diejenigen, die dies bis dahin noch nicht gewusst hatten und für die die Acht immer nur eine schlichte Ziffer war. So hat es wohl auch Wolfgang Stöttinger gesehen: „In unserem Fall könne von Wiederbetätigung niemals die Rede sein“, ließ er den Wochenblick auf Nachfrage wissen, weil schon von je her alle SAB-Busse durchnummeriert waren und auf die Zahl 17 bekanntlich die 18 folge.

Loch in Reihenfolge

Nun klafft ein Loch in der traditionellen Reihenfolge und der Bus mit dem früheren Kennzeichen WE – SAB 18 soll nun mit der Nummerierung WE – SAB 19 durchs Land rollen. Damit, höhnen SAB-Chauffeure (Namen d. Red. bekannt), konnte wieder ein weiterer Sieg im Kampf gegen rechtsradikale Umtriebe erzielt werden. Über den behördlich verordneten Schwachsinn mit den Zahlen können sie sich freilich nur wundern."

Quelle: Wochenblick

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