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Sechs verschiedene "Facebook-Killer" identifiziert

Archivmeldung vom 07.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Pistolenmündung: Mord oft über Facebook geplant. Bild: pixelio.de/Hartmut910
Pistolenmündung: Mord oft über Facebook geplant. Bild: pixelio.de/Hartmut910

Forscher der Birmingham City University haben bei der Analyse aus einem weltweiten Sample von 48 Morden, bei denen Facebook eine Rolle gespielt hat, sechs Mördertypen identifiziert: Reagierer, Spitzel, Antagonisten, Fantasten, Räuber und Betrüger.

Der Reagierer ist zielstrebig. Sieht er etwas auf Facebook, was ihn wütend macht, so reagiert er dementsprechend gewalttätig - so wie Wayne Forrester, der seine Ex-Frau Emma 2008 tötete, nachdem er ihre Facebook-Posts gelesen hatte, in denen sie nach deren Trennung schrieb, nun andere Männer kennenlernen zu wollen.

Der Informant verwendet die Plattform, um den geplanten Mord zu verkünden oder den ausgeführten Mord zu posten. Der Antagonist ist auf der Plattform feindlich gesinnt, was dann zu realer Gewalt ausarten kann. Für Fantasten verschwimmt die Grenze zwischen Fantasie und Realität. Eine Mordtat kann demnach eine Möglichkeit darstellen, die Fantasie aufrechtzuerhalten oder die anderen davor zu hindern, den Schwindel aufzudecken.

Der Räuber wiederum kreiert ein Fake-Profil, um ein Opfer zu ködern und es offline zu treffen. Ein Betrüger postet auf Facebook im Namen einer anderen Person, wie zum Beispiel im Namen des Opfers. Das könnte das Opfer selbst sein, um damit die Illusion zu kreieren, dass es noch immer am Leben ist.

Plattform trifft keine Schuld

Grundsätzlich wollten die Forscher herausfinden, ob sich Mordfälle, die mit Facebook in Verbindung stehen, von den restlichen Bluttaten unterscheiden. Unterschiedliche Charakteristiken gab es dabei im Altersprofil. Täter als auch Opfer waren jünger. Frauen als Opfer sind im Vergleich zur Gesamtheit der Bluttaten überrepräsentiert.

Mörder, die Facebook für ihre Taten nutzten, begingen zum höheren Prozentsatz Suizid. Forschungsleiterin Elizabeth Yardley will aber nichts von einem Terminus wie "Facebook-Mörder" wissen. "Facebook ist nicht mehr oder weniger die Schuld an solchen Mordfällen zu geben, wie ein Messer schuld am Erstechen hat. Es sind die Intentionen der Menschen, die diese Werkzeuge verwenden, die wir in Augenschein nehmen müssen."

Quelle: www.pressetext.com/Christian Sec

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