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Neue Dokumente: Deutsche IS-Gruppe soll Amri für Anschlag rekrutiert haben

Archivmeldung vom 11.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
ISIS Flagge Bild: Karl-Ludwig Poggemann, on Flickr CC BY-SA 2.0
ISIS Flagge Bild: Karl-Ludwig Poggemann, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der Attentäter Anis Amri soll eigens von dem IS-nahen Netzwerk des Islamisten Abu Walaa für den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt angeworben worden sein.

In der heute ausgestrahlten ARD-Dokumentation "Der Anschlag" werden hierzu Dokumente des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen zitiert. Danach soll der aus dem Irak stammende Islamist Ahmad Abdullah A. alias Abu Walaa die "Ausführung des in Rede stehenden Anschlags autorisiert" haben. Amri habe bei Abu Walaa, dem Kopf der Gruppe, eine "dreißigminütige Privataudienz" gehabt und soll über eine "exklusive Beziehung" mit Abu Walaa verfügt haben. Nach Informationen des Rundfunk Berlin-Brandenburg und der Berliner Morgenpost heißt es in einem weiteren LKA-Dokument aus NRW, Amri sei "mit hoher Wahrscheinlichkeit" durch Gespräche mit Beschuldigten des Abu Walaa-Netzwerkes "zur Verübung des Anschlags in Berlin angeworben" worden. Gegen die Beschuldigten läuft gegenwärtig ein Prozess wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor dem Oberlandesgericht Celle. Der Verteidiger des Islamisten Abu Walaa äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen gegen seinen Mandanten.

Das Erste sendet die Dokumentation "Der Anschlag - Als der Terror nach Berlin kam" am Montagabend um 22:45 Uhr.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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