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Sparsamer Emoji-Gebrauch beim Flirten wichtig

Archivmeldung vom 12.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: twitter.com/evolution1079
Bild: twitter.com/evolution1079

Während Männer beim Flirten am Smartphone von Vulkaniergruß und Ring-Emoji abgeschreckt werden, finden Frauen ein Bizeps-Symbol und die Aubergine äußerst unattraktiv. Die Dating-Plattform "Clover" hat sich in einer Studie mit den Emoji-Präferenzen ihrer User beschäftigt.

Sowohl Männer als auch Frauen beantworten die Nachrichtenanfrage eines Fremden bei Clover dann eher, wenn sie mindestens ein Emoji enthält. Doch die Wahl dieses Emojis ist ausschlaggebend für eine weitere Konversation. Am ansprechendsten wirken auf beide Geschlechter das Emoji mit den Herzaugen, der Affe mit den hinter seinen Händen verdeckten Augen, Smileys mit herausgestreckter Zunge und grinsende Emojis.

Frauen finden zudem den Wassertropfen, den fröhlichen Teufel und das Sonnengesicht in Textnachrichten sehr ansprechend, während Männer den vor Lachen weinenden Emoji und die küssende Lippen bevorzugen. In der Clover-Umfrage hat sich gezeigt, dass gerade einmal zehn Prozent der Befragten in der ersten Nachricht an einen fremden User, mit dem sie flirten wollen, ein Emoji einbringen. Die restlichen 90 Prozent schreiben völlig ohne schmückende Gesichter einen einleitenden Satz.

Abtörnende Symbolik

"Die Nutzung von Emojis kann dazu beitragen, den Kontext einer Nachricht zu verdeutlichen. Im Chat gehen Humor und Ironie leicht verloren, Emojis erweitern unsere Schriftsprache um Symbole. Nicht jeder versteht diese Symbole jedoch gleich. So wurde zum Beispiel ein bestimmtes Grinse-Emoji häufig als zähneknirschend und verärgert wahrgenommen", so Psychologe Christian Roth gegenüber pressetext.

Der richtige Gebrauch von Emojis hängt laut Roth sehr vom Chatpartner ab, im formellen, beruflichen Kontext sind sie beispielsweise fehl am Platz. In privaten Chats wirken sie, sofern nicht übermäßig eingesetzt, auflockernd und persönlicher. "Ist ein Text freundlich und eindeutig, besteht jedoch kaum Gefahr, ohne den Gebrauch von Emojis als altmodisch und unfreundlich wahrgenommen zu werden", erklärt Roth abschließend.

Besonders unattraktiv finden Frauen "Macho"-Sätze, die mit dem Auberginen- oder einem Bizeps-Emoji verziert sind. Diese Symbole wirken offensichtlich zu narzisstisch auf das andere Geschlecht und schrecken Frauen eher davor ab, auf die Nachricht zu antworten. Männer haben andere Ängste: Sie ziehen bei einem Ring-Emoji die Reißleine. Ein trauriges Emoji ist ebenso unattraktiv wie der Vulkaniergruß.

Quelle: www.pressetext.com/Sabrina Manzey