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Sag mir, was du liest, und ich sage dir, wie sexy du bist

Archivmeldung vom 15.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bücher: (Symbolbild).
Bücher: (Symbolbild).

Bild: pixelio.de, Lupo

Lesen macht nicht nur klug – es kann auch sexy machen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter 1.700 Singles von LoveScout24, Deutschlands Datingportal Nr. 1. Allerdings kommt es stark darauf an, in welche Bücher sich der Lesende vertieft. Demnach löst man am meisten Begehren aus, wenn man etwa in einem Café „Fifty Shades of Grey“ liest, aber auch Klassiker wie „Der alte Mann und das Meer“ kommen gut an. Was gar nicht geht? „Der Grüffelo“ von Julia Donald­son.

Die Frage, die LoveScout24 den Singles stellte, lautete: „Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen interessanten Mann / eine interessante Frau in einem Café beim Lesen eines Buchs. Welcher Titel würde ihn/sie in Ihren Augen wohl noch sexier machen?“ Am attraktivsten macht demnach „Fifty Shades of Grey“ von E.L. James – 17 Prozent sehen den Leser hierdurch in einem erotischen Licht erstrahlen. Den zweiten Platz im Sexyness-Ranking teilen sich der Best­sel­ler „Der Da Vinci Code – Sakrileg“ von Dan Brown und Ernest Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ – jeweils 13 Prozent der Singles sprachen sich für eines der beiden Bücher aus. Dass auch geistiger Tiefgang gut beim an­de­ren Geschlecht ankommt, zeigt das drittplatzierte Buch: Der Philosophie-Best­seller „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ von Richard David Precht macht seine Leser aus Sicht von elf Prozent der Befragten noch heißer.

Der Grüffelo macht viel Spaß, aber leider nicht sexy

Doch der Schuss kann auch nach hinten losgehen. So finden nur vier Prozent der Befragten Leute sexy, die sich in einem Café in den Sadomaso-Hammer „Die 120 Tage von Sodom“ des Marquis de Sade vertiefen. Noch weniger Zu­spruch auf der Hotness-Skala heimsen Leser ein, die das Haupt ehrfürchtig in die Bibel gesenkt haben (nur zwei Prozent finden das sexy). Auch diejenigen, die glauben durch ihre Lektürewahl unterstreichen zu müssen, dass der Reich­tum nah ist, können nicht punkten. So finden nur zwei Prozent Men­schen sexy, die öffentlich „Denke nach und werde reich“ von Napoleon Hill durch­schmökern. Nur ein Kinderbuch kann das noch unterbieten: Leser von „Der Grüffelo“ findet nur jeder Hundertste (ein Prozent) sexy – was aber nicht heißt, dass „Der Grüffelo“-Leser nicht den meisten Spaß haben.

Sexy ist, wer mit Schwertfischen kämpft

Männer und Frauen setzen unterschiedliche Prioritäten. So gewinnen Männer vor allem, wenn sie auf Klassiker oder Gedankenschweres setzen. Entspre­chend finden 16 Prozent der Frauen es sexy, wenn er mit Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ am Tisch sitzt und gedanklich mit dem Schwertfisch kämpft. Auch wer seine Identitätsprobleme mit „Wer bin ich und wenn ja, wie vie­le“ in den Griff bekommt, kann bei 15 Prozent der Frauen punkten. Nicht zuletzt erhöht der literarische Hinweis darauf, dass man esoterischem Ge­dan­ken­­gut nicht abgeneigt ist, die Chancen bei Frauen deutlich – entsprechend be­werten elf Prozent der Frauen Männer als sexy, die Paolo Coelhos „Der Al­chimist“ vor der Brust haben.

Mätresse oder Mami – das ist, was Männer wollen

Männern steigt hingegen die Phantasie zu Kopfe, wenn sie sie mit roten Wan­gen in „Fifty Shades of Grey“ vertieft vorfinden – 19 Prozent der Männer finden das sexy! Und während es nur bei zwei Prozent der Frauen erotisch knistert, wenn er sich mit Harry Potter vergnügt, finden es sieben Prozent der Männer sexy, wenn sie dies tut. Wir haben es immer gewusst: Mätresse oder Mami, das ist es, wonach Männer eigentlich suchen.

Quelle: LoveScout24


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