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Helfen Bakterien bei Suche nach Außerirdischen?

Archivmeldung vom 05.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Symbolbild
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By Microrao - Own work, CC BY-SA 4.0, Link

Die Erde könnte in einer frühen Phase vom Weltall aus rosa-violett ausgesehen haben, weil sie von vielen rosafarbenen oder violetten Lebewesen bevölkert war. Sie zapften die Energie der Sonne mit einem anderen Pigment als die grüne Pflanzenwelt. Diese Erkenntnis kann auch bei der Suche nach Leben im All nützlich sein, lautet, wie das russische online Magazin "Sputnik" schreibt, das Fazit einer Studie.

Weiter heißt es auf der deutschen Webseite des Magazins: "Außerirdisches Leben könnte rosa-violett sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie über Leben auf der Erde. Denn hier soll nach Ansicht der Autoren das erste Leben nicht etwa grün, sondern rosa-violett gewesen sein. Das liegt daran, dass die ursprünglichen Organismen auf der Erde zunächst statt des grünen Chlorophylls das einfachere rote Pigment Retinal nutzten, um Sonnenenergie einzufangen. Im Umkehrschluss gilt: Auf der Suche nach Leben da draußen sollte die Forschung auf fernen Planeten nicht nur nach dem grünen Farbstoff suchen, sondern auch nach rosa-violetten Tönen.

Wieso ist das wichtig? Wenn eine außerirdische Spezies unseren Planeten untersuchen würde, dann würde ihr neben dem Blauton der Ozeane das Grün der Landflächen ins Auge springen. Ein grüner Ton auf Planeten würde auch für den Menschen als Hinweis dienen, dass es sich hierbei womöglich um Leben handelt. Da aber die Erde früher aus dem Weltall nach Ansicht der Forscher nicht grün, sondern rosa-violett aussah, wären auch diese Tönungen von Planeten mögliche Hinweise auf Leben.

Das rötliche Pigment kommt auch heute noch zum Einsatz, etwa bei einigen Archaeen und salzliebenden Bakterien. Diese Organismen gehören zu den ältesten Bewohnern unseres Planeten. Und nicht nur das:

„Zwar haben sich diese modernen Archaeen im Laufe der Äonen natürlich von ihren ursprünglichen retinal-basierten Vorgängern weiterentwickelt“, teilen die Forscher mit. „Aber noch heute besitzen sie die potenzielle Fähigkeit, die anaeroben Bedingungen der frühen Erde zu überleben.“

In anderen Worten: Wenn die Erde für andere Arten längst unbewohnbar geworden ist, werden diese Bakterien noch gut gedeihen. Allerdings sind diese Organismen auch weniger effizient als Algen und Pflanzen, die Chlorophyll einsetzen. Ob also auf einem solchen rosa-violetten Planeten auch komplexes Leben entstehen kann, darf bezweifelt werden.

Ein Hinweis, dass Retinal früher dominierend gewesen sein könnte, findet sich auch in einer Eigenart des Chlorophylls. Denn der Farbstoff absorbiert Sonnenlicht in diesem Bereich nicht, obwohl es sich um einen Energiezuwachs handeln würde, auch dieses Lichtspektrum als Energiequelle zu nutzen. Der Grund könnte im Kampf ums Überleben in grauer – eigentlich rosa-violetter – Vorzeit liegen. Denn die grünen Organismen behaupteten sich gegen rosa-violette andere Lebensformen, und das konnten sie eben in anderen Bereichen des Lichts erreichen. In den rosa-violetten Bereich zu gehen, hätte für sie in diesem Kampf keinen Überlebensvorteil geboten, weil in diesem Bereich schon perfekt angepasste Lebewesen existierten.

Forscher des Max-Planck-Instituts für Astronomie verfolgen mit internationalen Kollegen ein ähnliches Ziel. Sie haben einen Farbkatalog entwickelt, der verschiedene Farbtöne von irdischen Bakterien auflistet, die dann bei der Suche nach Leben im All als Anhaltspunkte verwendet werden können."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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