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Lügen werden mit Training zur Wahrheit

Archivmeldung vom 11.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de, G. Altmann
Bild: pixelio.de, G. Altmann

Lügen können so trainiert werden, dass sie von der Wahrheit nicht mehr unterschieden werden können. Zu dieser Erkenntnis sind Forscher der Northwestern University gekommen. Bei unehrlichen Aussagen überlegen Menschen meist länger und machen mehrere Fehler als bei wahren Informationen. Alleine die Anleitung zum Lügen reduziert die Reaktionszeit für täuschende Antworten und kann durch Training perfektioniert werden.

Diese Erkenntnis ist laut den Forschern beim Kampf gegen Kriminalität nützlich. Meist besteht ein gewisser Zeitraum zwischen einer kriminellen Tat und dem Verhör. Die Täter hätten demnach häufig genug Zeit, sich auf dieses vorzubereiten.

"Lügen kann sinnvoll sein"

"Menschen lügen häufig aus Selbstschutz oder zum Schutz der Anderen", sagt Psychologe Klaus Pötzlberger im Gespräch mit pressetext. Demnach könne die Unwahrheit in bestimmten Situation durchaus sinnvoll sein.

"Eltern lügen ihre Kinder zum Beispiel manchmal an, weil sie denken, die Wahrheit sei für ihren Nachwuchs nicht zumutbar und wollen ihn somit schützen", so der Experte. Umgekehrt lügen Kinder bei schlechten Noten ihre Eltern oft zum Selbstschutz an. "Es gibt aber auch Menschen, die ganz bewusst lügen und dies zu ihrer Lebensstrategie machen", sagt Pötzlberger.

Enttarnung durch Mimik und Gestik

Ein Lügendetektor misst den Blutdruck, Puls, die Atmung sowie die Leitfähigkeit der Haut. Bei Nervosität schlägt die Nadel aus. "Für die Kriegsführung zum Beispiel werden Soldaten trainiert, ihre Gefühle zu unterbinden, so dass der Lügendetektor bei Unwahrheit nicht mehr ausschlägt", erläutert der Spezialist.

Das Gerät ist laut dem Experten als zusätzliches Instrument zu einem Begutachter sinnvoll. "Es ist wichtig, auch die Mimik und Gestik zu lesen sowie auf Wortwiederholungen und Reaktionszeit zu achten", führt Pötzlberger aus. Bei einer adhoc-Antwort könne man eher von einer wahren Aussage ausgehen als bei längerem Überlegen.

Wichtiger sei jedoch die Körpersprache, denn diese geschehe unbewusst. "Der Körper lügt nie", erläutert der Fachmann. Wenn sich demnach ein Befragter unter anderem an der Stirn, hinter dem Ohr oder am Adamsapfel kratzt, so könne dies bereits ein Indiz einer Lüge sein. Die Gestik ist laut Pötzlberger genauso viel wert wie ein Lügendetektor. Faktoren wie Mimik, Gestik, Stimmführung und Ähnliches seien für geschulte Menschen wichtige Indizien.

Quelle: www.pressetext.com/Andreea Iosa

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