Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Berichte Wissenschaft Hilde- Ulrichs- Stiftung für Parkinsonforschung schlägt Muhammad Ali für den Friedensnobelpreis 2008 vor

Hilde- Ulrichs- Stiftung für Parkinsonforschung schlägt Muhammad Ali für den Friedensnobelpreis 2008 vor

Archivmeldung vom 10.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch [email protected]

Am 11. April, dem 12. Welt-Parkinson-Tag, gab die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung aus dem hessischen Florstadt-Staden bekannt, dass sie Muhammad Ali für den Friedensnobelpreis 2008 vorgeschlagen hat.

Am 11. April, dem 12. Welt-Parkinson-Tag, gab die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung aus dem hessischen Florstadt-Staden bekannt, dass sie Muhammad Ali für den Friedensnobelpreis 2008 vorgeschlagen hat. Dank freundlicher Unterstüzung von Herrn Prof. Dr. Wichard Woyke vom Institut für Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster hat die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung dem Nobelpreis-Komitee in Oslo Anfang Februar einen entsprechenden Antrag eingereicht. Diese hohe Auszeichnung soll das weltweite Friedensengagement des seit 1982 an der Parkinsonkrankeit leidenden weltberühmten Boxers würdigen. Die Annahmebestätigung des Vorschlages traf Ende März ein.

Muhammad Ali hat als 3 facher Weltmeister im Schwergewicht auch außerhalb des Boxrings schon als junger Sportler markante Friedenssignale gesetzt. Er weigerte sich z.B. am Vietnamkrieg teilzunehmen und setzte damit seine Karriere aufs Spiel. Trotz fortgeschrittener Parkinsonerkrankung entzündete er in Atlanta 1996 das olympische Feuer und gab ein beeindruckendes Signal für gesunde und behinderte Menschen. Als Friedensbotschafter für UNICEF und UNO engagierte sich Muhammad Ali an Brennpunkten dieser Welt. Von Jugend an kämpfte er für die Gleichberechtigung der Schwarzen und ihr Selbstwertgefühl. Getragen von seinem Glauben lebt der inzwischen 66-jährige für ein friedliches, hilfsbereites Miteinander aller Menschen gleich welcher Rasse und Religion. Ein besonderes Anliegen sind ihm die Kinder.

Der Begründer der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung und des Trägervereines Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V. Hermann Terweiden und seine Lebensgefährtin Heide Cuntz, lernten Muhammad Ali und seine Frau Lonnie im sächsichen Riesa 2002 kennen. Sie trafen sie erneut auf der Buchmesse in Frankfurt 2003. Die herzliche Offenheit der beiden trotz schwerer Krankheitssituation und ihre Ausstrahlung von Ruhe, Stärke, Zuversicht und Humor hat die Parkinsonkranken jedes Mal sehr beeindruckt.

Mit der Parkinson-Initiative "Gemeinsam in eine friedliche Zukunft" möchten Stiftung und Verein dem Antrag zum Friedensnobelpreis 2008 für Muhammad Ali zusätzliches Gewicht verleihen. Die Parkinsonkranken erbitten die Mithilfe von Einzelpersonen und Gruppen aus der Selbsthilfearbeit, Kindergärten, Schulen, Jugendarbeit und Sport sowie Seniorenheimen. Alle können dadurch im Olympiajahr ein eigenes kleines Friedenssignal geben und die Ernennung eines außergewöhnlichen Menschen und tapferen Parkinsonkranken unterstützen. Die Öffentlichkeitsaktion startet sofort. Das dazugehörige Bittschreiben an das Nobelpreis-Komitee mit den Symbolen der beiden Organisationen, den freundlich lachenden Schnecken, kann über deren eigene Internetseite www.parkinsonweb.com abgerufen werden. Es wird um Vervielfältigung, Ausmalen, Ausfüllen und Weiterleitung bis spätestens 15. September gebeten.

Die Parkinsonkranken danken für jede einzelne Teilnahme an ihrer Initiative. Diese dient auch dazu, die Öffentlichkeit für Morbus Parkinson, eine neurologische, noch unheilbare Erkrankung erneut zu sensibilisieren. Körperliche und psychische Krankheitssymptome, wie bei Muhammad Ali gut zu sehen, können das Leben von Parkinsonkranken erheblich einschränken und zum täglichen Kampf machen -- auch für die Angehörigen.

Die am 11. April 1997, dem 1. Welt-Parkinson-Tag, gegründete Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung fördert Grundlagenforschung, nichtmedikamentöse Behandlungsverfahren und vergibt alle 2 Jahre einen mit 5.000€ dotierten Forschungspreis. Ihr Sitz ist im Parkinson-Selbshilfeprojekt Schneckenhaus, Entenfang 7, 61197 Florstadt-Staden. Dieses wurde im Laufe der Jahre zum Treffpunkt und Anlaufstelle für Parkinsonkranke, Angehörige und Interessierte.

Videos
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz über Krankheit und Tod
Inelia Benz: "Was wäre, wenn...?"
Inelia Benz: "Was wäre, wenn...?"
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte iglu in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige