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Ketchum-Studie: Drei von zehn Müttern sind Hauptverdiener

Archivmeldung vom 23.10.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.10.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/AllSilhouettes.com / pixelio.de

Der Mann als Haupternährer der Familie ist ein Auslaufmodell. Das legt die internationale Studie "Marketing to Moms" nahe, die die Kommunikationsexperten von Ketchum und das Frauenmediennetzwerk BlogHer am 23. Oktober 2014 in Chicago vorgestellt haben. Danach tragen 31 Prozent der Mütter in Deutschland gleich stark oder sogar mehr zum Haushaltseinkommen bei als ihre Partner - Tendenz steigend. Befragt wurden mehr als 2.500 Frauen in Deutschland, Großbritannien, China und den USA.

Jede fünfte Hauptverdienerin hierzulande gab an, dass sie die Rolle als Familienoberhaupt erst in den vergangenen fünf Jahren übernommen habe. Im direkten Ländervergleich liegt Deutschland damit noch vor den USA und China. Bringt die berufstätige Mutter mehr Geld nach Hause als ihr Partner, entscheidet sie in 56 Prozent der Fälle auch alleine über größere Anschaffungen. Dabei informiert sie sich vor dem Kauf in der Regel sehr ausführlich - zwei von drei Frauen nutzen dafür das Internet. "Der Trend zur hauptverdienenden Mutter birgt erhebliches Potenzial für die zielgerichtete Ansprache über PR- und Marketingkampagnen", sagt Babette Kemper, Brand- und Marketing-Expertin sowie Managing Partner bei Ketchum Pleon Deutschland.

Stress ist für zwei von fünf Frauen eine tägliche Herausforderung. Ein Fünftel der Ernährerinnen erlebt ihren Alltag als anstrengender, seit sie den Großteil des Haushaltseinkommens bestreiten. Um die vielen Anforderungen unter einen Hut zu bringen, stecken deutsche Frauen zurück: Sie schlafen weniger (34 Prozent), treiben seltener Sport (31 Prozent) und verzichten auf Auszeiten für sich selbst, etwa Essengehen, Kino oder sonstige Freizeitaktivitäten (39 Prozent).

Technologie spielt bei den Haupternährerinnen ebenfalls eine zentrale Rolle, wenn es um die Organisation des Alltags geht. Vor allem alleinerziehende, berufstätige Mütter nutzen moderne Medien, um mit ihren Familien in Kontakt zu bleiben (70 Prozent). "Technologien sind wichtig im Leben der Frauen und werden es auch in Zukunft bleiben", erklärt Elisa Camahort Page, Mitbegründerin und COO von BlogHer. "Aber Hauptverdienerinnen sortieren auch gnadenlos aus, da sie immer weniger Zeit haben. Wenn es um soziale Netzwerke geht, lautet die wichtigste Lektion für Marketing- und Kommunikationsexperten also: Nutzwert plus Einzigartigkeit ist gleich Einfluss."

Auch wenn der Anteil der Hauptverdienerinnen in Deutschland zunimmt: Nur die Hälfte definiert ihren persönlichen Erfolg über die Karriere. Neun von zehn Befragten legen vor allem Wert auf Gesundheit, ein schönes Zuhause sowie einen spirituellen Lebensstil, wie die Studie zeigt. Allerdings fügt Babette Kemper hinzu: "Mehr als ein Drittel der befragten Mütter in Deutschland hat gar nicht den Anspruch, einen perfekten Haushalt zu führen. Hier liegt eine große Chance für Produkte und Services, die berufstätigen Müttern den Alltag erleichtern oder es ihnen ermöglichen, ihre Zeit effektiver zu nutzen."

Über die Studie: Für die Studie wurden zwischen Juni und August 2014 2.589 Frauen zwischen 18 und 75 Jahren in vier Ländern befragt. Die Daten wurden über ein Qualtrics-Panel mit weiblichen Befragten erhoben. Die Stichprobe weist insgesamt einen Fehlerspielraum von +/- 2 Prozent auf, für die Daten aus den USA sind es +/- 3 Prozent und für Großbritannien, China und Deutschland +/- 4 Prozent.

Quelle: Ketchum Pleon (ots)

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