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Steuer: Lehman-Verluste nicht absetzbar

Archivmeldung vom 28.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Doppeltes Pech für die 40.000 Anleger, die beim Konkurs der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 rund 750 Millionen Euro verloren.

Die Lehman-Geschädigten, die die Zertifikate in Deutschland bei der Citibank, Dresdner Bank, Hamburger und Frankfurter Sparkasse kauften, können die Verluste nicht von der Steuer absetzen. Das erfuhr der Finanznachrichtendienst www.gomopa.net aus dem Bundesfinanzministerium.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD, 62) erklärte dazu: "Ein Vermögensverlust bei Wertpapieren vor dem Jahr 2009 kann grundsätzlich nicht steuerlich geltend gemacht werden. Dies liegt daran, dass umgekehrt ein Vermögensgewinn auch nicht der Besteuerung unterlag. Da beispielweise ein Aktienverkauf mit Gewinn nicht besteuert wurde, konnte konsequenter Weise auch ein Verlust nicht steuerlich abgezogen werden. Steuerlich erheblich waren nur Erträge, also Zinsen oder Dividenden."

Gilt das auch für künftige Bankpleiten?

Peer Steinbrück: "Nein, mit Einführung der sogenannten Abgeltungsteuer ab 2009 hat sich dies geändert. Seit dem laufenden Jahre sind Gewinne und Verluste beim Verkauf von Wertpapieren steuerlich zu berücksichtigen."

Abgeltungssteuer bedeutet, dass unabhängig vom persönlichen Einkommenssteuersatz eine Einheitssteuer von 25 Prozent auf Kapitalerträge fällig wird. Das alte Halbeinkünfteverfahren und Spekulationsfristen sind ab 2009 weggefallen.

Bei Aktien, die vor dem 1. Januar 2009 gekauft wurden, bleiben Veräußerungsgewinne auch zukünftig einkommenssteuerfrei. Somit sind auch Veräußerungsverluste daraus nicht steuerlich absetzbar.

Jeder Haushalt hat durch die Krise 4.000 Euro verloren

Im Durchschnitt hat jeder deutsche Haushalt laut Bundesbank durch die Krise 4.000 Euro verloren. Alle deutschen Haushalte zusammen verloren im vergangenen Jahr durch Bewertungsverluste an den Börsen 260 Milliarden Euro. Da sie gleichzeitig mit Sparguthaben und Anlagen bei Versicherungen ein Geldvermögen von 120 Milliarden Euro aufbauten, lag das Minus in der Summe bei 140 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als bei der Krise 2002, als die Finanzvermögen im Saldo „nur“ um 35 Milliarden Euro schmolzen. Seitdem waren die Geldvermögen deutscher Haushalte von 3,57 Billionen Euro (2002) auf 4,55 Billionen Euro im Jahr 2007 stetig gestiegen. 2008 fielen sie auf 4,41 Billionen Euro.

Quelle: GoMoPa (Siegfried Siewert)

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