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Britischer Forscher erhielt European Science-to-Business Award

Archivmeldung vom 14.09.2006

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.09.2006 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

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Die neue Technologie basiert auf Spintronik, die statt der Ladung des Elektrons seinen Drall nutzt

Für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Magnetdatenspeicher wurde der Nanotechnologie-Experte Professor Russel Cowburn jetzt mit dem European Science-to-Business-Award der Degussa AG ausgezeichnet. Ausschlaggebend für die Preisverleihung war ein völlig neuer Ansatz in der mikroelektronischen Datenverarbeitung.

Wurden dort bisher nur elektrische Ströme und Transistoren eingesetzt, basiert die neue Technologie auf Spintronik, die statt der Ladung des Elektrons seinen Drall („spin“), also die Eigenrotation von Elektronen nutzt. Je nachdem, ob die Drehung im Uhrzeigersinn oder gegen ihn erfolgt, ist von "Spin Up" oder "Spin Down" die Rede. Weil mit diesen magnetischen Materialien im Gegensatz zu Transistoren dreidimensional gebaut werden kann, lässt sich der Speicherplatz mit einem Schlag um den Faktor 100 erhöhen. Ein weiterer Vorteil basiert auf dem physikalischen Phänomen, dass beim Abschalten der Energie-Zufuhr der Speicher erhalten bleibt. Im Gegensatz zu einem elektrisch basierten Chip, der ohne Energie seinen Speicher einbüßt, behält ein magnetisch basierter behält diesen.

Die neue Technologie eignet sich für Datenspeicher, in denen heute Daten, Fotos oder E-Mails aufbewahrt werden. Derzeit wird diese Funktionalität bei Laptops, Mobiltelefonen, Digital-Kameras, MP3-Playern oder PDAs über Flash-Speicher oder Festplatten erzeugt. Der hochleistungsfähige Magnetspeicher kann in all diesen und anderen Geräten die herkömmlichen Speicher ablösen.

Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass mit dem neuen Magnetdatenspeicher vor allem große Teile des rund 30 Milliarden Euro umfassenden Festplatten-Weltmarkts für Verbraucherprodukte wie Laptops, Mobiltelefone oder MP3-Playern, erobert werden können. Schließlich verfügt die neue Technologie bei gleichen (Herstellungs-) Kosten über eine bis zu 100 Mal höhere Leistungsfähigkeit. Mittelfristig beläuft sich das zu erwartende Marktvolumen auf mehr als 100 Millionen Euro. Die Technologie von Russell Cowburn eröffnet im Bereich portabler Geräte verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten und völlig neue Anwendungen, so z.B. das Speichern umfangreicher Video-Nachrichten auf Handys. Doch der Experte blickt schon viel weiter in die Zukunft. Seiner Einschätzung nach werden die Arbeiten in der Quantenelektronik für ein paar Takte Zukunftsmusik sorgen. „Auch der Quantencomputer basiert auf der Datenspeicherung mittels Elektronenspin – die Erkenntnisse werden die Forschung sicher vorantreiben“, zeigt er sich siegesgewiss.

Mit einem Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro stellt der von der Degussa AG Düsseldorfer im November 2005 ins Leben gerufene European Science-to-Business-Award eine der höchstdotierten Auszeichnungen innerhalb der europäischen Forschungslandschaft dar. Darüber hinaus erhält der Preisträger ein umfassendes Management Coaching der europäischen Business Scholl INSEAD. „Europa soll die Chance bekommen, seine Position im internationalen Wettbewerb auszubauen – genau hierzu wollen wir mit unserem Science-to-Business Award einen Beitrag leisten“, unterstreicht Dr. Alfred Oberholz, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Degussa AG.

Quelle: www.degussa.com

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