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Elektroautos bleiben auf lange Sicht teuer

Archivmeldung vom 19.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de
Bild: Dieter Schütz / pixelio.de

Auch mit dem Start der Massenfertigung von Elektroautos werden die Stromer vorerst nicht günstiger, weil die Preise für die Batterien der Fahrzeuge, die anders als erwartet nicht sinken, sondern eher zulegen. "Wir erleben zurzeit, dass die Preise der Batterien für Elektroautos steigen. Eigentlich müssten sie mit der wachsenden Nachfrage sinken", sagte Ford-Deutschland-Chef Gunnar Herrmann der "Welt am Sonntag".

"Üblicherweise werden Komponenten günstiger, wenn man große Volumina ordert. Bei den Elektroauto-Batterien ist nun das Gegenteil der Fall", so Herrmann weiter. Auch bei BMW rechnet man mit höheren Preisen für die Batteriesysteme - und die machen den mit Abstand größten Kostenfaktor bei den E-Fahrzeugen aus. "Elektrifizierte Fahrzeuge haben im Vergleich zu konventionellen Verbrennern einen erheblichen Herstellkostennachteil - maßgeblich aufgrund der Batterie-Rohstoffpreise", sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. "Bedingt durch die weltweite Nachfrage steigen deren Kosten stetig", so Fröhlich weiter.

Derzeit können - anders als sonst in der Branche - die Zulieferer den Autobauern die Preise diktieren. Denn die Produktionskapazitäten sind und bleiben vorerst deutlich geringer als die Nachfrage. "Ich rechne damit, dass die Preise für diese Batterien mittelfristig um schätzungsweise zehn Prozent steigen. Und wenn sich die Prognosen, die uns erreichen, als richtig herausstellen, müssen wir mit Engpässen bei Elektroauto-Batterien rechnen", prognostiziert Herrmann. Damit werden die E-Autos, die bislang ohnehin wesentlich teurer sind als Modelle mit Verbrennungsmotor auf längere Sicht weiter deutlich kostspieliger in der Anschaffung bleiben. Darüber hinaus werden sich Autos wohl insgesamt verteuern.

"Bei den hohen Kosten für Batterien wird es sich nicht lohnen, Kleinwagen damit auszustatten", sagte Herrmann. Die hätten höchstens mit Ottomotoren eine Zukunft - aber auch das wohl nur für begrenzte Zeit. Denn nach der von der EU-Kommission geplanten Verschärfung der CO2-Grenzwerte werden auch die meisten Kleinwagen zu viel Emissionen ausstoßen. "Wir müssten also mit elektrifizierten Mittel- oder Oberklasseautos den über den Grenzwerten liegenden CO2-Ausstoß von kleineren Pkw ausgleichen. Das ist auf Dauer kein Geschäftsmodell für einen Automobilhersteller", so Herrmann. Die Folge sei, dass die Einstiegsmobilität teurer wird.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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