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Geht weg wie warme Semmeln: In Großbritannien wird deutsches Brot immer beliebter

Archivmeldung vom 11.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de
Bild: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Deutsches Brot erfreut sich nach Angaben der deutsch-britischen Industrie- und Handelskammer zunehmender Beliebtheit in Großbritannien. Auch wenn im Regelfall vor Ort gebacken wird, müssen Zutaten häufig aus Deutschland importiert werden. Dies berichtet das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes geschrieben: "„Nicht nur die Einwanderung aus Mittel- und Osteuropa in den letzten Jahrzehnten hat einen Nachfrageschub erzeugt, auch viele britische Konsumenten wissen mittlerweile die Vielfalt des Angebotes von unterschiedlichen Backwaren zu schätzen“, sagte der AHK-Chef in London, Ulrich Hoppe, der Deutschen Presse-Agentur.

„Außer Schwarzbrot, welches häufig importiert wird, wird das Brot natürlich im Regelfall vor Ort gebacken und nicht vom Kontinent bezogen.“

Laut Hoppe haben viele Supermarktketten Backstuben in ihre Märkte integriert und bieten Brot nach deutschem Vorbild an. Lidl UK etwa habe zwei Sorten im Angebot, Roggen- und Sonnenblumenkernbrot. Angaben zum Verkauf wollte die Kette aber ebenso wenig machen wie andere Einzelhändler. Landesweit gibt es zudem mehrere deutsche Bäckereien.

Bereits 2009 hat in Südwestlondon der Delikatessenladen „Hansel & Pretzel“ geöffnet. In der Gegend lebt rund um die Deutsche Schule eine große deutsche Gemeinde. Mittlerweile stieg der Anteil der britischen Kunden auf rund die Hälfte, wie Inhaberin Petra Braun mitteilte.

„Engländer tendieren zu helleren Broten“

„Deutsche Kunden wissen, welches Brot sie wollen. Engländer lassen sich überraschen, tendenziell greifen sie aber eher zu helleren Broten“, erklärte Braun die Unterschiede.

Allerdings hat der Brexit Auswirkungen auf die Lieferketten, da Braun fast alle Zutaten aus Deutschland importiert. „Es ist ein irrer Aufwand“, sagte sie.

Das liegt vor allem daran, dass sie seit dem endgültigen Austritt Großbritanniens aus der Zollunion nur für alle Einfuhren die Zollerklärungen vorbereiten muss. „Es ist nicht nur drei Mal teurer, sondern der zeitliche Aufwand ist mindestens drei Mal so hoch“, gab die Inhaberin zu."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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