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Fällt Samsung vom Smartphone-Thron?

Archivmeldung vom 15.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Galaxy S5
Galaxy S5

Foto: Flickr upload bot
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Noch ist der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung Marktführer in Sachen Smartphones und Tablets, doch die Führungsposition wackelt. Dem Elektronikriesen könnte es bald wie dem einstigen Marktführer Apple ergehen; der zweite Quartalsbericht 2014 des Unternehmens zeigt, dass die Einnahmen stark hinter den Erwartungen zurückblieben.

Demnach rechnete Samsung sogar mit rückläufigen Gewinnen, erwartete aber immerhin noch ein Plus von 8,2 Milliarden US-Dollar. Die tatsächliche Summe beläuft sich auf 7,12 Milliarden US-Dollar. Dass sich ein großes Unternehmen bei einer Umsatz-Prognose um 1 Milliarde Dollar verrechnet, ist ungewöhnlich. Im zweiten Quartal 2013 hatte Samsung noch einen Gewinn von 9,43 Milliarden US-Dollar erzielt, somit ist der Gewinn innerhalb eines Jahres um 24,5 Prozent zurückgegangen.

Gründe für den Rückgang

Im ersten Quartal 2014 hat Samsung noch 89 Millionen Smartphones verkauft, im zweiten Quartal sank die Zahl auf 79 Millionen. Als Gründe dafür vermuten Experten die zurückgehende Nachfrage nach High-End Geräten und stärker werdende Konkurrenz durch Low-Budget Anbieter. Der Konkurrenzdruck habe auch höhere Werbeausgaben zur Folge, so das Unternehmen. Die Mid- bis Low-End Smartphones der Marke verkaufen sich besonders schlecht, denn vor allem die Konkurrenz aus China bietet gleichwertige oder gar bessere Produkte zum selben oder niedrigeren Preis an. Auch das neue Samsung Galaxy S5 könnte ein Grund für den Rückgang sein. Zum Release Mitte April hatte Samsung noch eine rekordverdächtige Zahl an Geräten ausgeliefert, es soll jedoch unerwartet wenig Nachbestellungen gegeben haben. Als Samsung in den Smartphone Markt einstieg, bot der Hersteller seine Produkte zu einem wesentlich günstigeren Preis an als iPhone-Produzent Apple. Diese Strategie ging auf und es gelang Samsung, sich an die Spitze des Marktes zu kämpfen. Mittlerweile sieht die Produktpolitik anders aus: Die Devices der Südkoreaner passen sich dem Preisniveau Apples an und die Produktpalette wird immer größer, obwohl die Unterschiede zwischen einzelnen Modellen gering bleiben. Für viele Nutzer werden auch Samsung Produkte mittlerweile nur erschwinglich, wenn sie Preisvergleichsportale im Internet oder spezielle Angebote von Providern wie 1&1 nutzen. Für das dritte Quartal 2014 will Samsung mit reduzierten Marketingkosten die Bilanz retten und setzt auf das Vorweihnachtsgeschäft, das die Umsatzeinbußen ausgleichen soll.

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