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Dr. Martin Vincentz (AfD): Das Totalversagen der Regierungen in der Corona-Krise

Archivmeldung vom 12.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Dr. Martin Vincentz (2021) Bild: UM / Eigenes Werk
Dr. Martin Vincentz (2021) Bild: UM / Eigenes Werk

Die folgende Rede von Dr. Martin Vincentz wurde vom Magazin "Unser Mitteleuropa" transkripiert. Dies ist der erste Teil der Rede.

Dr. Martin Vincentz sagte folgendes: "Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Wissenschaft, wie es heute oft heißt, gibt es schlicht nicht. Wenn jemand einen Satz beginnt mit dem Anfang „Die Wissenschaft ist sich einig, dass…“, ist eigentlich immer Vorsicht geboten. Wissenschaft ist immer ein Vielklang unterschiedlicher Stimmen. Zu einem Thema konkurrieren unterschiedliche Studien, bis sich in der Fachwelt dann eine Meinung als die wahrscheinlichste herauskristallisiert hat. Bis zum Beweis des Gegenteils muss die beste Beschreibung eines Ist-Zustandes herhalten, um darauf dann weitere Fragen aufzubauen und zu klären.

Es lohnt sich aber in jedem Fall, immer die gegenläufigen Daten anzuschauen, anstatt sich vielleicht darüber zu streiten, wie es leider in dieser Zeit des Drucks auch in der Wissenschaft und dann auch noch über Twitter oftmals passiert ist. Besser ist, man schaut sich die Datensätze der Gegenseite an. Wahrscheinlich ist aus beiden Teams meistens kein sonderlich dummer dabei. In der Medizin hat sich seit langer Zeit die sogenannte EBM, also evidenzbasierte Medizin durchgesetzt. Ein System, das sich im Prinzip direkt an das alte hippokratische Prinzip Primum non nocere anlehnt, „zuerst nicht schaden“. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse müssen hingegen bereits in ihrer Etablierung immer sorgfältig auf ihren potenziellen Schaden abgewogen, Studien auf ihre Ethik abgeklopft werden. Insbesondere in Europa hat sich das sogenannte Vorsorgeprinzip durchgesetzt. Eine Rechtsschule, die Unternehmen wie Staaten dazu bewegen soll, besonders genau hinzusehen, bevor sie eine Methode oder ein Medikament auf dem Markt etablieren. Soll heißen: Die Wissenschaft in einer Funktion als moralischer Imperativ in der Politik ist selten zu gebrauchen, wohl aber als Impulsgeber für daraus ableitbares politisches Handeln. Wer meint aber, Wissenschaft über Twitter zu betreiben, ist oft wahrscheinlich kein guter Wissenschaftler.

So oder so, es lohnt sich immer, beide Seiten anzusehen, wenn es nur zwei gibt. Zur Not auch drei oder vier oder fünf. Und ordentlich abzuwägen. Wie sieht es aber in der Realität aus? „Modi-Sars“ haben die Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) den Erreger genannt, der in ihrem Szenario von 2013 drastische Auswirkungen hat: 7,5 Millionen Tote, ein völlig überfordertes Gesundheitssystem, heftige wirtschaftliche Schäden, eine tiefe Verunsicherung der Bevölkerung, politische und gesellschaftliche Verwerfungen. Das Erschreckende an diesem Szenario ist, obwohl es ja nun wirklich deutlich übertrieben ist, denn der Erreger, der dort angesprochen ist, ist ein deutlich schlimmerer. So sind die Mechanismen, die darin beschrieben werden, durchaus auf die Realität übertragbar.

Im Szenario sind Ärzte, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in ihren Möglichkeiten der Gegenwehr genauso beschränkt wie in der Realität. Im Szenario fliegen zwei Infizierte nach Deutschland. Einer besucht eine Messe in einer norddeutschen Großstadt, die andere Person nimmt nach einem Auslandssemester ihr Studium in Süddeutschland wieder auf. Diese beiden Index-Patienten verbreiten zusammen mit einigen anderen Einreisenden durch ihre umfangreichen Sozialkontakte das Virus. Wir erinnern uns, das ist sehr nah an der Realität. So nehmen Infektionen mit stetig steigender Geschwindigkeit zu. Die Wissenschaftler gehen von drei Erkrankungswellen über den gesamten Pandemieverlauf aus, vergleichbar der Spanischen Grippe. Da Viren auch mutieren können, besteht immer das Risiko, dass sich bereits gesunde Menschen nach einiger Zeit erneut anstecken können. Deutschland sollte in der Realität am Ende, in der tatsächlichen Pandemie, die uns heimgesucht hat, besser wegkommen.

Einzig da der Erreger harmloser war als angenommen, trotz dieses Szenarios, steht die Politik dem Verlauf hilflos gegenüber. Das Papier wurde übersehen und hat in keinem Fall dazu geführt, die damals bereits offengelegten Schwachstellen anzugehen. Aber kommen wir vielleicht zurück zu dem tatsächlichen Ausbruch des Geschehens 2020.

Februar 2020: Dr. Fossa, Chefarzt am Jugendzentrum Moers, warnt, das öffentliche Gesundheitswesen sei in keiner Weise auf die Pandemie vorbereitet. Land und Bund behaupten weiter das Gegenteil. Kurze Zeit später muss das öffentliche Leben heruntergefahren werden, aus Angst einer Überlastung des Gesundheitssystems.

14. März: Der Facharzt für Mikrobiologie und Lehrbeauftragter für Virologie an der Universität Frankfurt, Dr. Störmer, sagt im ZDF: „In Deutschland haben wir jetzt so viele Fälle, dass es zu diesem jetzigen Zeitpunkt nicht mehr sinnvoll ist, die Grenzen zu schließen, weil vermutlich schon zu viele Infizierte die Grenze überschritten haben.“ Tage später führt Deutschland Grenzkontrollen zu den Nachbarstaaten ein. Die AfD rückt von dieser Forderung schon lange ab, nachdem Rufe und nach Kontrollen im Januar, die aus unserer Bundestagsfraktion kamen, allesamt abgelehnt wurden. Und es ist leider etwas, was wir jetzt allzu oft sehen. Das wurde auch häufiger beschrieben als Logikbruch in unserer Politik. Nein, wir haben genau das umgesetzt, was die Wissenschaft an der Stelle gesagt hat. Zu diesem Zeitpunkt war es zu spät, um noch Grenzkontrollen einzuführen. Sie hätten weder entweder schnell und hart reagieren müssen oder aber diese Maßnahmen waren völlig sinnlos. Sie können das vielleicht herleiten aus dem klassischen 90er Jahre Horrorfilm: Wenn der Killer erst einmal zur Tür rein ist, dann lohnt es nicht, an die Tür abzuschließen. Dann ist es zu spät. Ähnliches ist bei der Delta-Variante. Sie ist doch längst hier. Macht große Teile der Infektionen aus. Jetzt noch gewisse Gebiete als Risikogebiete zu deklarieren, ist eher wenig sinnvoll.

19. März: Die Ergebnisse der französischen Studie „SARS-CoV‑2: fear versus data“ führen zu dem Schluss, dass das Virus in seiner Gefährlichkeit für den Menschen nicht so hoch ist, wie zu diesem Zeitpunkt medial verbreitet wird. Die Studie und viele weitere Aussagen weiterer medizinischer Autoritäten haben keinen wirklichen Einfluss an die Antwort auf die angeworfene Panikmaschinerie.

Ebenfalls im März: eine italienische Studie über 2000 registrierte Covis-19-Todesopfer stellt fest, dass nur drei Personen, also 0,8 Prozent, keine Vorerkrankungen hatten. Das Durchschnittsalter der Toten liegt bei 79,5 Jahren. Hieraus leiten wir als AfD die Forderungen ab, die geringen Ressourcen des Gesundheitswesens vor allem auf die älteren und Risikopatienten zu konzentrieren. Unsere Reden gehen aber genauso unter wie die italienische Studie.

3. April: Der Statistiker Bosbach kritisiert, der Maßstab der Regierung, ab wann eine Abschwächung der Maßnahmen geboten ist, basiert auf einer Scheinzahl von Infizierten, die aber nichts mit der Realität gemeint hat. Die Inzidenz ist bis heute immer noch das Maß aller Dinge. Wir haben das hier mehrfach kritisiert, wird von ihnen aber nicht wahrgenommen.

7. April: Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie fordert, Corona-Verstorbene sollten obduziert werden. Wir bringen den Antrag ins Parlament ein, wird abgelehnt.

9. April: Die Landesregierung nimmt erste Ergebnisse der Heinsberg-Studie entgegen. Demnach sind bereits 15 Prozent der Teilnehmer infiziert oder infiziert gewesen. Unter ihnen betrage die Sterberate 0,3 7 Prozent, fünfmal niedriger als von der Johns Hopkins Universität damals berechnet. Wir beantragen im Folgenden, die Studie auszuweiten, um über mehr und mehr über Übertragungswege zu erfahren. Der Antrag wird natürlich abgelehnt.

11. April: Der Expertenrat Corona stellt sein erstes Papier vor „Weg in eine verantwortungsvolle Normalität“. Darin heißt es: Jede Entscheidung hat Folgen. Und zu jeder Entscheidung gibt es immer auch Alternativen. Mit dem Blick auf neue Erkenntnisse über das Virus sollten wir jetzt beginnen, die Maßnahmen differenziert und flexibler zu steuern und die verschiedenartigen negativen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Der Rat fordert: Auf Bundes- und auf Landesebene sollten jeweils Task Forces gegründet werden, die alle relevanten Informationen unter Berücksichtigung medizinischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Risiken sammeln und auswerten, um dann geeignete geeignete Maßnahmen empfehlen zu können. Vor Schäden des Lockdown ökonomischer, sozialer und gesundheitlicher Natur wird explizit gewarnt. Man müsse dringend unser Wissen über das Virus und die Covid-19 Erkrankungen vergrößern. Die Autoren merken zudem an: Eine starke Ausweitung der Tests führt zwangsläufig zu mehr gemeldeten Fällen. Dieser Effekt muss von medizinischen Experten bei der Analyse der Situation Entwicklung berücksichtigt und eingeordnet werden. Jetzt können Sie an der Stelle nochmal beurteilen, ob das tatsächlich stattgefunden hat.

17. April: Professor Dr. Stefan Homburg, Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen der Leipzig Universität in Hannover, stellt mit Verweis auf das Epidemiologische Bulletin 1720/20 das RKI fest, dass der Lockdown vom 23. März völlig unnötig war. Was haben wir gemacht? Wir sind dann erst in einem der größeren Lockdown gestartet.

Die Zeit läuft gerade ab. Ich bin gerade erst im April und das war nur eine Auswahl der Fehler, die gemacht wurden, bzw. der Chancen, die man verpasst hat."

Quelle: Unser Mitteleuropa

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