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Veröffentlichung der Suizidzahlen für 2020 erneut verschoben: Schlimmste Auswirkungen der Corona-Maßnahmen zu befürchten?

Archivmeldung vom 05.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Selbstmord / Suizid (Symbolbild)
Selbstmord / Suizid (Symbolbild)

Bild: Martin Quast / pixelio.de

Man benötigte Mitte 2021 keine Glaskugel mehr, um zu mutmaßen, dass die Suizidzahlen in Deutschland vom Statistischen Bundesamt für 2020 möglicherweise erst nach dem Wahltag veröffentlicht werden. Sei es Zufall oder anderen Gründen geschuldet – wir kommen gleich dazu -, tatsächlich standen die Zahlen der Suizide 2020 in Deutschland nicht wie in den Vorjahren spätestens Mitte September zur Verfügung. Jetzt wurde die Veröffentlichung vom Statistischen Bundesamt vorerst auf Mitte Oktober 2021 verschoben. Dies berichtet Alexander Wallasch auf dem Portal "Reitschuster.de".

Weiter berichtet Wallasch: "Die Zahlen erscheinen traditionell immer erst im September des Folgejahrs, weil diese erst von den einzelnen Gesundheitsämtern an die Landesgesundheitsämter und dann an die Bundesstatistiker gemeldet und dort zentral ausgewertet werden.

Dieses Jahr – mit besonderem Blick auf die Corona-Maßnahmen und ihre Folgen – ist das öffentliche Interesse größer als in den Vorjahren, aber anstatt die Zahlen deshalb schneller auszuwerten, früher zu veröffentlichen, verzögert sich die Bekanntmachung seltsamerweise sogar noch.

Das Statistische Bundesamt schreibt dazu entschuldigend: "Bei der Aufbereitung der Ergebnisse der Todesursachenstatistik gibt es derzeit Verzögerungen, die eine Veröffentlichung der Jahresergebnisse zum geplanten Termin verhindern werden. Wir arbeiten intensiv daran, die Verzögerung so gering wie möglich zu halten. Wir planen, die Daten für das Berichtsjahr 2020 Mitte Oktober 2021 zu veröffentlichen."

Und das Amt nennt zwei Gründe, warum es dieses Jahr länger dauert: "Die Datenlieferungen von den Gesundheitsämtern an die mit Statistik befassten Ämter der Länder würden ausstehen. Warum hier nicht streng interveniert wurde auf dem Dienstweg, wird nicht erklärt. Stattdessen heißt es: „Es fehlen damit Angaben zu den Todesursachen Verstorbener. Ohne diese Angaben kann die Todesursachenstatistik nicht abschließend bearbeitet werden.“

Aber warum fehlen diese Angaben 2021, welche in den Vorjahren pünktlich für eine Veröffentlichung beigebracht wurden?

Und als zweiter Grund werden „Personalengpässe“ in den Statistischen Landesämtern genannt. Offensichtlich hat hier die Presseabteilung bei der Veröffentlichung den Widerspruch nicht erkannt: Denn wenn die Zahlen von den Gesundheitsämtern (Grund 1) gar nicht geliefert werden an die Landesämter, dann könnte man noch so viel Personal aufstocken, um diese Zahlenangaben zu bearbeiten, sie sind ja noch gar nicht da.

Der verschobene Termin im Oktober ist auch nicht gesichert: „Ein Abschluss der Aufbereitungsarbeiten ist erst nach Vorlage der Ergebnisse aller Länder möglich.“

UNICEF-Studie zeigt eine verstörte Generation junger Menschen

Die UNICEF-Studie befragte in 21 Ländern junge Menschen. Jeder fünfte Befragte gab an, häufig deprimiert zu sein. In Deutschland war es sogar jeder vierte für die Studie Befragte.

Die Folgen der Covid-Pandemie seien hier die Spitze des Eisbergs, zitiert der Nachrichtensender aus der Studie. Die landesweiten Lockdowns und die pandemischen Einschränkungen hätten eine ganze Generation Heranwachsender stark beeinträchtigt, Kinder wären in prägenden Abschnitten ihres Lebens isoliert von Freunden, Spielgefährten und Verwandten.

Während also auch internationale Hilfsorganisationen wie UNICEF via Studie einen Warn- bzw. Weckruf in die Welt entsenden, verschiebt das deutsche Statistische Bundesamt die Veröffentlichungen der Suizidzahlen in dieser kritischen Phase und macht die Veröffentlichungen von bisher nicht erfolgten Datenlieferungen der Landesämter abhängig.

Aber wo ist hier auf einmal die Lieferkette gestört? Oder wer stört hier die Datensammlung und Auswertung? Das Statistische Bundesamt ist eine deutsche Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Bundesminister ist hier aktuell noch Horst Seehofer (CSU)."

Quelle: Reitschuster

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